Xiaomi Roborock S6 vs. iRobot Roomba i7 – Welcher ist besser?

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 quackity
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vom 14.10.2019

Hallo, bisher war ich Stammkunde bei iRobot und habe bereits einen älteren Roomba in Gebrauch. Nun würde ich mir gerne einen aktuelleren Saugroboter, mit besserem Saugverhalten gönnen und stehe vor der Entscheidung iRobot Roomba i7 vs. Xiaomi Roborock S6. Haben Sie einen guten Rat, welcher Roboter mir mehr Freude bereiten wird?

Mit dem Roomba i7 (https://amzn.to/35yPIhm) und dem Xiaomi Roborock S6 (https://amzn.to/2NZnJme) haben Sie auf jeden Fall zwei Spitzenmodelle im Blick, die beide einen guten Job verrichten werden. Dennoch gibt es ein paar signifikante Unterschiede, die einen als Favoriten nahe legen - Mein Fazit gibt's am Ende. Zunächst mal die wesentlichen Features im Vergleich:

Die Saugkraft: Das wichtigste Kriterium für einen Saugroboter ist zweifelsohne die Saugkraft. Sowohl beim i7 als auch beim S6 ist die Saugkraft grundsätzlich als sehr gut zu bewerten. Der Roborock überzeugt durch starke 2000 Pascal Saugkraft. Der i7 weist zwar mit 1800 Pa auf dem Papier eine geringere Saugleistung auf, macht diesen Umstand jedoch durch eine intelligente Bürstentechnologie wieder wett. Beide haben eine Teppicherkennung, durch die Saugkraft auf Teppichböden automatisch erhöht wird. Aus eigener Erfahrung ist diese Funktion nicht immer verlässlich.

Bürsten: Der Roomba i7 setzt auf bürstenlose Walzen im unteren Bereich des Roboters. Anstelle klassischer Bürsten sind die Walzen mit speziell gestalteten Gummiborsten ausgestattet. Dieser Umstand sorgt für eine einfache Wartung und Reinigung, ohne dabei Abzüge bei der Reinigungsleistung zu verzeichnen. Der Gummiüberzug ist optimal bei Tierhaaren geeignet und praktisch verwicklungsfrei.

Die Hauptbürste des Roborocks S6 ist dagegen mit Borsten ausgestattet, die jedoch laut Aussage des Herstellers ebenfalls kein Problem mit Tierhaaren haben sollen. Das liegt insbesondere daran, dass die Hauptbürste in Einzelteile zerlegt werden kann und eine kleine Schneideklinge dem Roboter angehaftet ist, mit der man festhängende Haare schnell zertrennen und lösen kann. Beide Bürsten sind also bequem entnehmbar und besonders einfach zu reinigen.

Reinigungstechnologie: Eine Besonderheit bei der direkten Gegenüberstellung der beiden Roboter ist die grundsätzlich unterschiedliche Reinigungstechnologie der beiden Modelle. Beginnend bei der räumlichen Orientierung über die verbaute Technologie bis hin zur Schmutzentsorgung unterscheiden sich die Roboter grundlegend. Der Roomba i7 setzt auf einen optischen Kamerasensor, der den vor sich liegenden Raum erfasst und sich mittels Objekterkennung fortbewegt. Die Kameratechnologie ist grundsätzlich effektiv und zuverlässig.

Der Roborock verwendet einen Laserdistanzsensor, auch als Lidar (engl. light detection and ranging) bezeichnet. Grundsätzlich steht diese Technologie der Kamersensorik in nichts nach, ganz im Gegenteil, die Kamerasensorik zeigt Schwächen bei Dunkelheit. Abstürze bei nächtlichen Fahrten sind also nicht ausgeschlossen. Jedoch hat auch mein Roborock sich bereits auf einem heruntergefallenen Stück Papier festgefahren und ist damit dann die Fliesentreppe heruntergesegelt, da der Abgrundsensor verdeckt war. Ich muss jedoch hervorheben, dass er dabei, bis auf ein paar Schrammen, seine komplette Funktionstüchtigkeit beibehalten hat. Man kann also von einem robusten Gerät sprechen.

Der iRoomba i7 besitzt eine Schmutzerkennung. Mittels Sensortechnik werden besonders verschmutzte Bereiche erkannt und der Roboter reinigt diese besonders gründlich. Sollte es in der Wohnung beispielsweise Bereiche geben, die überdurchschnittlich stark verschmutzt sind, ist der Roomba i7 an diesen Stellen besonders gründlich. Vor allem bei Haushalten mit Tieren, die feste Plätze in den Wohnungen haben, kann diese Technik besonders hilfreich sein. Dennoch liest man ab und an, dass die Funktion nur mäßig funktioniert. Beide Roboter haben zudem eine Spot-Cleaning Funktion, mit der man bestimmte Bereiche gezielt reinigen lassen kann.

Akkuleistung: Die Wichtigkeit der Akkuleistung kommt insbesondere in großen und verwinkelten Räumen zum Tragen. Hier zeigt sich ein erheblicher Unterschied zwischen dem Roomba i7 und dem S6. Der Roomba hält bei Vollladung etwa 75 Minuten durch und besitzt eine Akku-Speicherkapazität von 3300mAh. Dies ist grundsätzlich kein schlechter Wert, jedoch im Vergleich zum 5200 mAh starken Akku des Roborocks etwas mager. Der Akku des chinesischen Roboters hält das Gerät ungefähr drei Stunden bei der Arbeit. Das sollte auch für jede noch so große Wohnung reichen.

Schmutzfangbehälter: Der Schmutzfangbehälter des Roomba i7 bietet ein Fassungsvermögen von 400 Milliliter. Dies ist eine gängige Größe im Bereich der Saugroboter und sollte - je nach Verschmutzung der Fußböden - ein bis drei komplette Reinigungsvorgänge der Wohnung fassen können. Xiaomi bietet beim S6 noch mal 100 Milliliter Fassungsvermögen mehr. Meiner Erfahrung nach, reicht das Volumen, mit Hund im Haushalt für einen Saugvorgang. Danach lässt die Reinigungsleistung nach. Beide Behälter lassen sich kinderleicht aus dem Gerät entnehmen und entleeren. Ein spezieller HEPA-Filter verhindert ein übermäßiges austreten von Schmutzpartikeln und Feinstaub in die Raumluft. Mit dem Premium-Modell i7+ erhält man zudem eine Reinigungsstation, an der der Saugroboter automatisch seinen Schmutzbehälter leeren kann, was das manuelle Entleeren über mehrere Vorgänge hinweg erspart und eine echte Premium Funktion darstellt.

Die Apps im Vergleich: Beide Modelle sind mit einer speziellen App ausgestattet, über die sich aktuelle Statusinformationen einsehen und Reinigungspläne anlegen lassen. Die Software beider Roboter ist benutzerfreundlich und innovativ gestaltet. Es lassen sich sowohl beim i7 wie beim S6 Räume zuordnen und diese gezielt reinigen. Beim Roborock kann man zudem Sperrzonen und No-Go Areas einrichten, die er dann bei der Reinigung nicht berücksichtigt. Um eine Absperrung beim i7 vorzunehmen, benötigt man „virtual Walls“, die z.B. an Türen aufgestellt werden können und gerade oder kreisförmige Sperrzonen erzeugen können (siehe https://www.produck.de/quack/1943/irobot-roomba-virtual-wall-funktionen---dual-mode). Leider ist nur 1 Wall im Paket enthalten, sodass weitere nicht ganz günstig zusätzlich erworben werden müssen.

Die Karten lassen sich bequem in den Apps ansehen und verwalten. Der Roomba speichert bis zu 10 Karten. Beim Roborock sind es nur 3, wobei diese in der aktuellen Version schwer zu verwalten sind, da sie automatisch angelegt werden und die Kontrolle etwas abgeht (siehe https://www.produck.de/quack/2169/wie-funktioniert-die-mehrkartenspeicherung-beim-xiaomi-roborock-s6). Der S6 kann in real-time in der App verfolgt werden, was vor allem informativen Mehrwert liefert.

Zusätzliche Features: Beide Saugroboter sind mit Alexa kompatibel, wobei der i7 auch in spezifische Räume geschickt werden kann, der S6 nur grundlegende Funktionen (u.a. Start/Stop) unterstützt. Der Roomba i7 zeigt zudem an, wenn der Schmutzfangbehälter voll ist. Beide haben Abgrunderkennung und Anti-Kollisionssensoren, um schonend mit Möbeln oder Vasen umzugehen. Der S6 hat eine Wischfunktion, die den Boden unter Verwendung eines hinten angehangenen Wischlappens feucht abzieht und so aufliegenden Staub besser entfernt. Man kann die Wasserzufuhr in zwei Stufen einstellen. Eine tolle Funktion aus meiner Sicht, da es den Boden besonders bei Fliesen mehr glänzen lässt. Der Mob muss natürlich auf Teppichen entfernt werden. Der Roborock ist zudem leiser. Der HEPA-Filter beim S6 ist waschbar.

Wenn ich mir die einzelnen Punkte so anschaue, dann ist der Roborock wohl überlegen?

Ja, zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Modelle gewisse Vor- und Nachteile aufweisen, die unter Umständen entscheidenden Einfluss auf die Kaufentscheidung haben können. Vor dem Kauf sollten die Eigenschaften und Unterschiede der beiden Roboter mit Blick auf Ihre Präferenzen genau evaluiert werden, denn preislich liegen beide Geräte deutlich auseinander.

Der größte Vorteil des Roomba i7 ist die automatische Reinigungsstation und die Speicherung von bis zu 10 Karten.

Dafür ist er ungefähr zwei Mal so teuer, wie sein chinesischer Konkurrent. Zwar überzeugt die Saugleistung in Kombination mit der innovativen Bürstentechnologie sowie die solide Kameratechnik des amerikanischen Saugers, jedoch bietet der Roborock S6 zahlreiche Funktionen, die denen des i7 überlegen sind bzw. die dieser nicht aufbieten kann. Daher überzeugt mich der Roborock S6 unter dem Strich im Preis-Leistungsverhältnis mehr. Links zum Produkt finden Sie hier:

  • Roborock S6 ca. 429€ (Bisheriger Bestpreis am Prime Day) - 530€ (AMAZON:
https://amzn.to/2NZnJme / GEARBEST: https://www.gearbest.com/vacuum-cleaners/pp_009308419160.html) und
  • Roborock S5 ca. 315€ - 390€ für den S5 (AMAZON:
https://amzn.to/32tdDgF /GEARBEST: https://www.gearbest.com/robot-vacuum/pp_954639.html?lkid=57789435) rechnen. Eine weitere Alternative zum S6 ist der Qihoo 360 S7, der sogar etwas günstiger ist. Eine passende Frage-Antwort von mir finden Sie hier: https://www.produck.de/quack/2091/qihoo-360-s7-vs-roborock-s6--welcher-saugroboter-ist-besser

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