DJI ROMO P2 Test: Absoluter Überflieger
DJI ROMO P2 im Test: Mehr Kraft, mehr Wischreichweite
Nach meinem Test des ROMO P war ich besonders auf die Wischleistung des Nachfolgers gespannt. Das erste Modell hatte Hartböden gründlich gesaugt und Hindernisse sicher erkannt, benötigte bei eingetrockneten Flecken aber gelegentlich Nacharbeit.
Der ROMO P2 kombiniert nun 36.000 statt 25.000 Pa mit einem Wischarm, der 7,8 cm weiter reicht und um 123 Grad ausschwenkt. Mein Schwerpunkt lag auf Teppichreinigung, Fleckenentfernung und schwer erreichbaren Rändern. Auch die weiterentwickelte Hinderniserkennung musste sich in unserem Familienhaushalt mit Hund bewähren. Das transparente Design blieb dabei unverkennbar DJI.

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Design und Ausstattung: Durchblick bis ins Innenleben
Das durchsichtige Gehäuse gefiel mir erneut: Roboter und Station wirkten sauber verarbeitet, die sichtbare Technik ordentlich angeordnet. Im Licht schimmerten die Oberflächen teilweise regenbogenfarben. Dieser Look hat mehr Charakter als die üblichen einfarbigen Gehäuse.



Die Bauhöhe von 9,8 cm bleibt unverändert. Unter niedrigen Möbeln sollte man deshalb nachmessen. Für die Station ist zusätzlich Platz zur Tankentnahme nötig. Die Clean More Combo erweitert das Standardpaket um Ersatzteile; Reinigungslösung und Geruchsentferner gehören bereits zu beiden Varianten.
Lieferumfang | ROMO P2 Standard | Clean More Combo |
|---|---|---|
ROMO P2 Roboter | 1× | 1× |
Wassertank-Basisstation | 1× | 1× |
Bodenplatte | 1× | 1× |
AC-Stromkabel | 1× | 1× |
Reinigungslösung, weiße Flasche | 1× | 1× |
Boden-Geruchsentferner, weiße Flasche | 1× | 1× |
Zusätzliche Ersatzteile | ||
Gummirollenbürste | – | 1 Paar |
Seitenbürsten | – | 1 Paar |
Wischpads | – | 4 Paar / 8 Stück |
Hochleistungsfilter | – | 2 Stück |

Neu unter dem Gehäuse: überarbeitete Bürsten, eine absenkbare Teppich-Druckplatte, aktive Kletterhilfen und der beweglichere Wischarm.


Technik-Tabelle
Merkmal | ROMO P2 |
|---|---|
Robotermaße / Gewicht | 351 × 351 × 98 mm / 4,9 kg |
Maximaler Saugdruck | 36.000 Pa laut Hersteller |
Staubbehälter | 215 ml |
Wischsystem | Zwei rotierende Pads, ausfahrbarer Arm |
Armbewegung | Bis 123°; 7,8 cm mehr Reichweite als beim ROMO P |
Kletterfähigkeit | Bis 4 cm einzeln; 8,5 cm bei definierter Doppelstufe |
Akku / Ladezeit | 5.000 mAh, 72 Wh / etwa 2,5 Stunden unter Laborbedingungen |
Station (B × T × H) | 425 × 453 × 440 mm |
Frischwasser / Schmutzwasser | 4 l / 3,2 l |
Staubbeutel | 2,4 l |
WLAN / App | 2,4 und 5 GHz / DJI Home |
Die erste Kartierung war nach wenigen Minuten erledigt und bildete den Grundriss treffend ab.


Saugleistung: Besonders überzeugend auf Teppichen
Auf Hartboden beseitigte der P2 Staub und gröbere Partikel gründlich. Auf Kurz- und Mittelflor erzielte er das bisher beste Saugergebnis unserer Tests. Hier zahlten sich die höhere Saugleistung und die Druckplatte aus, die den Saugkanal zum Untergrund teilweise abdichtet. Gegenüber dem ROMO P war dies eine besonders interessante Weiterentwicklung.
Die beiden Seitenbürsten schoben lose Partikel zur Mitte, während der Roboter die freien Flächen in geordneten Bahnen abfuhr. Dass der Saugdruck rechnerisch um 44 Prozent steigt, bedeutet allerdings nicht denselben Zuwachs bei der Reinigung: Bürstenkontakt und Fahrweise spielen ebenfalls mit hinein.

Bei Hochflor bleibt Vorsicht angebracht: Die angehobenen Mopps können längere Fasern weiterhin berühren. Eine automatische Ablage der Wischpads in der Station fehlt.

Haare und Kanten: Gründlich mit wenig Verwicklungen
Nach den Fahrten musste ich nur wenige Haare von den Rollen entfernen. Das DualSweep-System führt Fasern über zwei Seitenbürsten zur zentralen Absaugung. Neben Gummirollen gibt es eine Ausführung mit Borsten und Gummi.
Die Randbereiche bearbeitete der P2 langsamer als die freien Flächen. Das Ergebnis überzeugte, wobei die runde Form in engen Winkeln weiterhin Grenzen setzt. Der Wartungsaufwand blieb insgesamt überschaubar.

Wischen: Der neue Arm erreicht deutlich mehr
Den größten praktischen Unterschied machte für mich der weit ausschwenkende Wischmopp. Er gelangte um Möbelbeine und unter Überstände, vor denen das Gehäuse zurückbleiben musste. Die gute Randreinigung des Vorgängers gewann dadurch nochmals an Reichweite.




Leichte und etwas angetrocknete Flecken entfernte der P2 gründlich. Bei festeren Rückständen waren weitere Durchgänge erforderlich. Der zusätzliche Bewegungsradius verbessert vor allem die Flächenabdeckung; hartnäckiger Schmutz benötigt weiterhin Zeit.

Auf unseren Fliesen blieb ein gleichmäßiger Wasserfilm ohne erkennbare Lücken oder Streifen zurück. Auch geöltes Parkett behandelte der Roboter in meiner trockenen Wischeinstellung nach vorherigem Saugen schonend.
Auch im Gegenlicht gefiel mir das Resultat. Die eingestellte Feuchtigkeit passte zur Fläche, ohne einzelne Streifen trocken auszulassen. Bei stärker haftenden Resten würde ich die Intensität erhöhen und häufiger reinigen lassen, bevor Verschmutzungen über mehrere Tage vollständig antrocknen.

Die Funktion „Boden entfetten“ ergänzt die normale Reinigung:
Zunächst lösen die Pads mit Reinigungslösung fettige Rückstände.
Danach folgt ein Durchgang mit klarem Wasser gegen verbliebene Rückstände und Schlieren.
Gerade für die Küche ist dieser zweistufige Ablauf eine sinnvolle Ergänzung.
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Hinderniserkennung: Sicher zwischen Kabeln und Spielzeug
Im Kinder-Hundehaushalt bewährte sich die zuverlässige Objekterkennung. Selbst typische Handy-Ladekabel umfuhr der P2 sicher. An schmalen Durchfahrten agierte er gelegentlich etwas zurückhaltend; die Flächenabdeckung ließ sich anschließend in der App prüfen.

DJI kombiniert 3D-ToF-LiDAR und zwei Fischaugen-Bildsensoren. Neu hinzu kommt die verbesserte Erkennung transparenter Objekte. Dabei gelten Bedingungen: Feste transparente Hindernisse müssen über sechs Zentimeter hoch sein; schräge Glasflächen sind anspruchsvoller.

Die bodennahe Beleuchtung unterstützte die Orientierung in dunklen Bereichen. Insgesamt fuhr der P2 ruhig und kontrolliert, ohne unnötig große ungereinigte Abstände zu Gegenständen zu lassen.


Schwellen: Mit Kletterhilfe ins nächste Zimmer
Die aktiven Stützräder heben das Gehäuse beim Überfahren von Kanten an. In meinem Versuch gelang sogar eine 4,5 cm hohe Schwelle. Das ist eine Einzelbeobachtung oberhalb der Herstellerangabe, keine allgemein garantierte Kletterhöhe.
Hindernis | Herstellerangabe |
|---|---|
Einzelstufe | Bis 4 cm |
Doppelstufe | Insgesamt bis 8,5 cm |
Vorgegebener Aufbau | Erste Stufe bis 4 cm hoch und 20–22 cm breit; zweite Stufe bis 4,5 cm hoch |
Die beworbenen 8,5 cm gelten ausschließlich für diesen Doppelstufenaufbau. Form und Anfahrfläche bleiben entscheidend.



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Station: Saubere Mopps, weniger Handarbeit
Die Station erledigt Entleerung, Wasserversorgung, Moppwäsche und Trocknung. Vier Düsen spülen das beschichtete Waschbrett zur 16-mm-Absaugöffnung; dieser Bereich blieb im Test erfreulich sauber.
„365 Tage wartungsfrei“ gilt nur für das Waschbrett. Tanks und Verbrauchsmaterialien brauchen weiterhin Pflege. Auch die Temperaturangabe ist einzuordnen: Bis zu 80 °C werden im Heizelement erreicht, nicht durchgehend an den Pads. DJI nennt 60 °C für die Trocknung. Reinigungsmitteldosierung, Geruchsentferner, Staubbehältertrocknung und UV-Licht ergänzen die Ausstattung.
Die Behältergrößen entsprechen der Premiumklasse. Beim täglichen Umgang empfand ich den gut erreichbaren Waschbereich als praktisch, weil sich Rückstände schnell kontrollieren ließen. Eine beutellose Absaugung wäre aus meiner Sicht noch eine sinnvolle Ergänzung, um den Bedarf an Verbrauchsmaterial zu reduzieren.



App, Geräusch und Akku: Gut auf den Alltag abstimmbar
In DJI Home stellte ich Räume, Etagen und Reinigungsabläufe individuell ein. Saugen und Wischen können gemeinsam oder nacheinander erfolgen. Die angekündigte Möbelbearbeitung setzt das entsprechende Firmware-Update voraus.
Während der Reinigung blieb das Geräusch angenehm zurückhaltend, die kurze Staubentleerung fiel deutlicher auf. Die folgenden Werte stammen vom Hersteller:
Betriebsart | Geräuschpegel |
|---|---|
Leises Wischen | 38 dBA |
Saugen und Wischen | Etwa 54 dBA |
Trocknung | Etwa 40 dBA |
Der 5.000-mAh-Akku soll rund drei Stunden leises Saugen ermöglichen. Vollladen dauert bei deaktivierter Trocknung etwa 2,5 Stunden.
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Preis und Folgekosten: Die Combo lohnt den Vergleich
Die regulären Preise betragen 1.299 Euro beziehungsweise 1.349 Euro für die Combo. Im September 2026 lagen Angebote bei 1.059 und 1.099 Euro. Zusätzlich wurde ein 100-Euro-Gutschein angeboten; Konditionen und Verfügbarkeit können sich ändern.
Für 40 Euro Mehrpreis finde ich den Ersatzteilvorrat attraktiv. Gegenüber den Einführungspreisen von rund 1.599 Euro für Dreame X60 Pro Ultra Complete und Roborock Saros 20 Sonic ist DJI günstiger positioniert. Meine bisherigen Erfahrungen mit Haltbarkeit und Service dieser Konkurrenten ließen mich ebenfalls zu DJI tendieren. Laufende Ausgaben entstehen für Beutel, Reiniger, Verschleißteile, Strom und Wasser.
Fazit: Vor allem beim Wischarm sinnvoll verbessert
Der ROMO P2 überzeugte mich durch starke Schmutzaufnahme, größere Wischreichweite und verlässliche Hinderniserkennung. Besonders in Haushalten mit Kindern oder Tieren greifen diese Eigenschaften gut ineinander.
Hochflor, enge Durchfahrten und hartnäckige Flecken bleiben Einschränkungen. Wer bereits den ROMO P besitzt, muss deshalb nicht automatisch wechseln. Für Neukäufer halte ich den P2 dagegen für ein überzeugendes Gesamtpaket – insbesondere, wenn gründliche Teppichreinigung und schwer erreichbare Ränder wichtig sind.
- Starke Aufnahme von Schmutz und Haaren
- Große seitliche Wischreichweite
- Zuverlässige Erkennung kleiner Hindernisse
- Aktive Kletterunterstützung
- Angenehm leise Reinigung
- Umfangreiche automatische Stationspflege
- Keine Moppablage in der Station
- 9,8 cm Höhe begrenzen die Unterfahrbarkeit
- Vorsichtiges Verhalten in engen Passagen
- Verbrauchsmaterial verursacht Folgekosten
- Wartungsversprechen auf das Waschbrett begrenzt
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