MOVA GT215 Test: Kraftvoller Akku-Rasentrimmer mit überraschender Reichweite
Breite Schneise und filigraner Kantenschneider
Mit dem MOVA GT215 bringt MOVA einen Akku-Rasentrimmer auf den Markt, der auf dem Papier deutlich kräftiger ausfällt als viele kompakte Geräte für die gelegentliche Rasenkante. Ein bürstenloser 500-W-Motor, zwei Leistungsstufen und vor allem die üppige Schnittbreite von 38 cm versprechen genügend Reserven, um nicht nur entlang von Beeten und Pflastersteinen zu arbeiten.
In meinem Test musste sich der GT215 deshalb nicht nur an Rasenkanten beweisen. Nein, er musste sich ebenso im tiefen Gras auf größeren Grünflächen durchkämpfen. Dabei war mir besonders die Schnittleistung, das Handling, der Fadenverschleiß und die Akkulaufzeit von Bedeutung.
Das Ergebnis überraschte vor allem in zwei Punkten: Trotz seiner Größe ließ sich der Trimmer ausgesprochen angenehm führen – und auch der Akku hielt in meinem Garten länger durch, als es die technischen Eckdaten zunächst vermuten ließen.

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Ausstattung, Aufbau und Verarbeitung
Der MOVA GT215 wird als 20-V-Rasentrimmer mit bürstenlosem Motor angeboten. Technisch handelt es sich dabei um ein klassisches 18-V-Akkusystem mit maximal 20 V Anfangsspannung. Zum Lieferumfang meines Testgeräts gehörten Akku, Ladegerät, Schutzabdeckung, Zusatzgriff und Bedienungsanleitung. Eine Spule mit Faden war bereits eingesetzt. Weiteres Ersatzteile lagen nicht bei.

Der Zusammenbau war unkompliziert. Nach wenigen Handgriffen war der Schaft montiert, die Schutzabdeckung befestigt und der Zusatzgriff in der gewünschten Position eingestellt. Erster Erkenntnis - Der Trimmer hat eine beträchtliche Länge

Bei der Verarbeitung hinterließ der GT215 einen soliden Eindruck, trumpft jedoch nicht durch hochwertige Materialien auf. Viel stabiler Kunststoff und die vergleichsweise leichte Konstruktion lassen erkennen, dass MOVA stärker auf ein geringes Arbeitsgewicht als auf maximale Materialstärke gesetzt hat. Instabil wirkte das Gerät im Test dennoch nicht. Um euch einen Überblick über die wichtigsten technischen Daten zu verschaffen, habe ich diese nachfolgend zusammengefasst:
Merkmal | MOVA GT215 |
|---|---|
Akkuspannung | 18 V / max. 20 V |
Motor | Bürstenlos |
Leistung | 500 W |
Max. Drehzahl | 6.500 U/min |
Schnittbreite | 38 cm |
Faden | 2 × 2,0 mm |
Fadensystem | Halbautomatisch |
Fadenlänge auf der Spule | ca. 5 m |
Gewicht ohne Akku | 3,0 kg |
Mit 38 cm Arbeitsbreite und zwei 2-mm-Fäden ist der GT215 für einen einzelnen 20-V-Akku großzügig dimensioniert. Ein halbautomatische Fadenvorschub und die manuelle Geschwindigkeitseinstellung in 2 Stufen gehören ebenfalls zur Ausstattung.



Schnittleistung und Fadensystem im Praxistest
Die große Arbeitsbreite machte sich im Test positiv bemerkbar. Beim klassischen Nachschneiden von Rasenkanten konnte ich den GT215 relativ zügig entlang von Pflastersteinen und Beeten führen. Für normales Gras reichte dabei bereits Leistungsstufe 1 vollkommen aus. Beim Mähen unterm Zaun lies sich das Gerät relativ präzise führen, sodass ich den Zaun nicht unnötig beührte.
Erst bei dichterem oder höherem Bewuchs wechselte ich auf Stufe 2. Hier legte der Motor hör- und spürbar zu und arbeitete sich deutlich souveräner durch kräftigeres Gras. Für die meisten einfachen Pflegearbeiten konnte ich auf die höhere Leistungsstufe allerdings verzichten.
Besonders gut gefiel mir der GT215 auf etwas größeren Flächen. Dank der 38 cm breiten Schnittfläche konnte ich das Gerät mit gleichmäßigen Schwenkbewegungen vor dem Körper bewegen und damit auch kleinere Grasflächen schnell kürzen. Ein Freischneider ist der MOVA deshalb noch lange nicht, für Bereiche, die der Rasenmäher schlecht erreicht, erwies sich die breite Arbeitsfläche aber als klarer Vorteil.


Auch entlang harter Rasenkanten machte der eingesetzte 2-mm-Faden einen robusten Eindruck. Bei Kontakt mit Pflastersteinen oder anderen festen Flächen riss er in meinem Test nicht sofort ab. Im direkten Vergleich zu meinem zuvor eingesetzten Gardena PowerCut Plus Rasentrimmer empfand ich den Verschleiß als deutlich geringer und die automatisierten Vorschub als sehr komfortabel.
Entsprechend wenig Aufmerksamkeit verlangte die Fadennachführung. Während des ersten Testlaufes von ca. 30 Minuten musste ich den Faden nur ein einziges Mal von Hand nachziehen. Die halbautomatische Nachführung funktionierte unauffällig im Hintergrund und hielt die Arbeitslänge zuverlässig.



Ist die Spule später leer, muss zudem nicht zwingend eine fertig konfektionierte Spezialspule gekauft werden. Laut Anleitung kann ein rund fünf Meter langer Faden mit passendem 2-mm-Durchmesser durch den Trimmerkopf geführt und wieder aufgewickelt werden - Eine echt nutzerfreundliche Umsetzung!
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Handling und Ergonomie: Überraschend gut ausbalanciert
Mit Akku ist der GT215 kein ultraleichtes Gartengerät. In der Praxis störte mich das Gewicht allerdings kaum. Entscheidend dafür war vor allem die Gewichtsverteilung.
Der relativ schwere Akku sitzt weit hinten am Gerät und verlagert den Schwerpunkt in Richtung Griff. Dadurch lag der Rasentrimmer beim Arbeiten beinahe waagerecht in der Hand. Der vordere Trimmerkopf ließ sich entsprechend leicht nach links und rechts schwenken.
Das machte nicht nur größere Flächen angenehmer, sondern half mir auch beim sauberen Schnitt. Gerade bei Rasentrimmern passiert es schnell, dass der Kopf zu steil zum Boden gehalten wird und der Faden anschließend kahle Stellen regelrecht in den Rasen fräst. Mit dem GT215 fiel es, nach etwas ausbalancieren und üben, durch die ausgeglichene Gewichtsverteilung leicht, den Schneidkopf parallel zum Boden zu führen.

Auch der verstellbare Zusatzgriff erwies sich dabei als hilfreich. Winkel und Position lassen sich an die eigene Körpergröße beziehungsweise Arbeitshaltung anpassen.
Weniger flexibel ist dagegen der Trimmerkopf selbst. Eine zusätzliche Winkelverstellung für Arbeiten unter sehr niedrigen Hindernissen gibt es nicht. Im normalen Gartenbetrieb stellte das für mich kein größeres Problem dar, bei schwer erreichbaren Stellen wäre eine solche Funktion dennoch praktisch.
Bei der Lautstärke hinterließ der GT215 ebenfalls einen positiven Eindruck. Stufe 1 arbeitete vergleichsweise zurückhaltend und war definitiv leiser als mein bisheriger Gardena-Trimmer. Auf Stufe 2 wurde das Gerät erwartungsgemäß deutlich lauter, blieb subjektiv aber noch in einem für einen leistungsstärkeren Rasentrimmer akzeptablen Bereich.
Akku und Laufzeit
Bei Akku-Rasentrimmern entscheidet die Laufzeit natürlich darüber, ob die Arbeit Spaß macht oder regelmäßig durch Ladepausen unterbrochen wird. Hier schnitt der GT215 in meinem Praxistest besser ab, als ich zunächst erwartet hatte.
Nach der Bearbeitung von ungefähr 100 m² Gartenfläche zeigte der Akku noch rund die Hälfte seiner Kapazität an. Dabei kamen sowohl klassische Rasenkanten als auch kleinere Flächen und dichter bewachsene Bereiche zum Einsatz.
Natürlich lässt sich daraus keine pauschale Flächenleistung ableiten. Wer dauerhaft auf Leistungsstufe 2 durch dichtes Gras arbeitet, beansprucht den Akku deutlich stärker. Für einen gewöhnlichen Privatgarten erschien mir die Laufzeit aber vollkommen ausreichend. Einen zweiten Akku hätte ich während meines Tests nicht benötigt. Dadurch, dass ich allerdings mehrere MOVA Geräte habe, sind hier kaum Grenzen gesetzt. Der Akku gehört zum MOVA SyncPack-System und ist für alle aktuellen Geräte einsetzbar. Im Übrigen finde ihr den Test des Rasenmäher GL415 hier.

Das vollständige Laden eines leeren Akkus dauerte bei mir ungefähr zwei Stunden.
Etwas weniger überzeugend ist derzeit noch das Zubehörangebot. Ersatzfaden stellt kein Problem dar, da handelsüblicher Faden mit den passenden Abmessungen nachgefüllt werden kann. Bei speziellen Ersatzteilen wie dem kompletten Trimmerkopf beziehungsweise der Spule ist das Angebot dagegen bislang überschaubar. MOVA baut sein Sortiment an 20- und 40-V-Gartengeräten aktuell noch aus - Ich bin gespannt, was noch folgt.
Fazit zum MOVA GT215
Der MOVA GT215 erwies sich in meinem Test als leistungsfähiger Akku-Rasentrimmer, dessen Einsatzbereich über das gelegentliche Nachschneiden einzelner Rasenkanten hinausging.
Seine größte Stärke ist für mich die Kombination aus 38 cm Schnittbreite, kräftigem Motor und guter Balance. Auf Stufe 1 ließen sich normale Rasenkanten sauber bearbeiten, während Stufe 2 genügend Reserven für dichteres Gras bereitstellte. Auf größeren Bereichen konnte ich den Trimmer weit ausschwenken und dadurch effizient arbeiten.
Ebenso überzeugte mich der robuste 2-mm-Faden. Kontakte mit Pflastersteinen führten im Test nicht ständig zu Fadenabrissen, und die halbautomatische Nachführung funktionierte ohne manuelles Eingreifen.
Bei Verarbeitung und Zubehörangebot gehört MOVA dagegen noch nicht zur Spitzenklasse. Der GT215 wirkt eher leicht und zweckmäßig als besonders massiv, der Schneidkopf ist nicht verstellbar und das Angebot an speziellen Ersatzteilen könnte größer sein.
Zum regulären Preis von derzeit 139 Euro inklusive Akku und Ladegerät erhält man dennoch ein umfangreich ausgestattetes Gesamtpaket. Aktionspreise lagen zuletzt sogar darunter.
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Kräftige Schnittleistung
Große 38-cm-Arbeitsbreite
Zwei sinnvoll abgestufte Leistungsstufen
Sehr gute Balance trotz (oder gerade wegen) Akku
Robuster 2-mm-Doppelfaden
Halbautomatische Fadennachführung funktionierte zuverlässig
Sehr gute Akkulaufzeit im Praxistest
Akku und Ladegerät bereits enthalten und für andere MOVA Geräte verwendbar
Verarbeitung eher zweckmäßig als besonders hochwertig
Schneidkopf nicht im Winkel verstellbar
Noch überschaubares Angebot an speziellen Ersatzteilen
Kein Ersatzfaden im Lieferumfang