Mähroboter-Härtetest: Der Mova LiDAX Ultra 1200 im anspruchsvollen Terrain
Der Mova LiDAX Ultra 1200 im Test
Die Marke MOVA wird der eine oder andere bereits aus dem Saugroboter-Segment kennen, wo sie sich nach mehreren Testsiegen als feste Größe im oberen Premium-Segment etabliert hat. Der Aufstieg erfolgte nahezu kometenhaft. Nun geht die Reise weiter mit der verstärkten Expansion ins Mähroboter-Segment und so viel kann ich verraten: Auch hier kann die Marke sich durchaus behaupten. Darüber hinaus werden in naher Zukunft weitere Garten- und Haushaltsgeräte auf dem deutschen Markt erscheinen, darunter Rasenmäher und Akkuschrauber. Wir werden also in naher Zukunft noch einiges von MOVA hören.

Bleiben wir bei den Rasenmährobotern: In der Vergangenheit durfte ich bereits einige Mähroboter der soliden Mittelklasse testen, vom drahtgebunden navigierenden [url="https://www.siio.de/quack/4658/der-worx-landroid-m700-plus-wr167e-im-test-dichter-rasen-wohin-man-schaut/",name="Worx Landroid M700",title="Zum Testbericht des Worx Landroid M700"] bis zum drahtlosen [url="https://www.siio.de/quack/4788/der-navimow-i105e--test--der-beste-im-preis-leistungsverhaeltnis/",name="Segway Navimow i105",title="Zum Testbericht des Segway Navimow i105"]. Seitdem hat sich schon wieder einiges getan. Brauchte es lange Zeit noch eine zusätzliche Antenne für RTK, um eine zuverlässige Navigation zu gewährleisten, kommen neue Modelle inzwischen ganz ohne diese Unterstützung aus. Das heißt: auspacken, hinstellen, Rasengrund kartieren und loslegen. So wünscht man es sich.
Wie gut das im Falle des Mova LiDAX Ultra 1200 geklappt hat, erfahrt ihr im folgenden Testbericht. Eins vorab: Er hatte es nicht leicht. Während viele Tests auf einem heimischen Rechteck mit englischem Rasen stattfinden, haben wir das Gerät auf einem komplexen Rasen mit Steigungen, zahlreichen Hindernissen, Feuchtigkeit und Unebenheiten der besonderen Klasse fahren lassen. Der Test darf sich also wahrlich Härtetest nennen und das ist auch gut so, denn simple Viereck-Rasenflächen kann mittlerweile doch fast jeder.

Infobox zur Marke Mova: MOVA ist eine noch junge, aber bereits klar positionierte Marke im Smart-Home- und Haushaltsbereich. Bekannt wurde sie in Deutschland vor allem durch Saugroboter im gehobenen Segment, wo das Unternehmen mit starker Technik, modernem Design und einer auffallend schnellen Marktpräsenz auf sich aufmerksam gemacht hat. Nach meiner Beobachtung verfolgt MOVA eine Strategie, die auf hochwertige Ausstattung, moderne Sensorik und ein möglichst komfortables Benutzererlebnis setzt.
Der Ursprung der Marke liegt im chinesischen Technologiemarkt, also in einem Umfeld, aus dem in den vergangenen Jahren viele innovative Haushalts- und Gartenprodukte hervorgegangen sind. In Deutschland baut MOVA sein Sortiment derzeit sichtbar aus. Neben Saugrobotern rücken inzwischen auch Mähroboter stärker in den Fokus. Perspektivisch sollen zudem weitere Garten- und Haushaltsgeräte folgen, darunter klassische Rasenmäher und Akkugeräte.
Die Vision hinter der Marke wirkt aus meiner Sicht klar: technisch fortschrittliche Produkte anbieten, die im Alltag wenig Installationsaufwand verursachen und zugleich ein modernes Premium-Gefühl vermitteln. Genau in dieses Bild passt auch der LiDAX Ultra 1200, der auf drahtlose Navigation, zeitgemäße Sensorik und eine möglichst einfache Inbetriebnahme setzt.
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Zusammenfassung der wichtigsten Testergebnisse des Mova Lidax Ultra 1200
Der Mova LiDAX Ultra 1200 hat mich im Test vor allem mit seinen drahtlosen Fähigkeiten überzeugt. Die Inbetriebnahme geht angenehm schnell, weil weder Begrenzungskabel noch RTK-Antenne nötig sind. Stattdessen setzt der Roboter auf 3D-LiDAR und Kamera, kartiert den Garten sauber und arbeitet danach in geordneten Bahnen statt nach dem bekannten Chaosprinzip. Genau das zeigt sich auch im Alltag sehr deutlich: Das Schnittbild ist gleichmäßig und selbst auf unebenem Gelände mit kräftigem Rasenwildwuchs zum Frühlingsstart sowie vielen Hindernissen wirkte die Fläche nach einigen Fahrten ordentlich und gepflegt.

Auch beim Thema Hindernisse macht der LiDAX Ultra 1200 vieles richtig. Spielzeug, Werkzeuge und Personen wurden im Test meist zuverlässig erkannt und vorsichtig umfahren. Nach meinem Eindruck ist die Sensorik – abhängig von den gewählten Einstellungen – eher defensiv als riskant abgestimmt, was gerade im Familiengarten ein echter Vorteil ist. Bei Steigungen und schwierigen Passagen schlägt er sich ebenfalls ordentlich, auch wenn man auf feuchtem oder besonders anspruchsvollem Untergrund merkt, dass hier ein Heckantrieb und kein Allrad arbeitet. Hinzu kommt ein angenehm leiser Betrieb, sodass der Roboter auch in dichter bebauten Wohngebieten kaum störend auffällt.


Schwächen gibt es vor allem im Detail. Der Kantenschnitt ist gut, aber nicht vollständig perfekt, weil am Rand ein kleiner Rest stehen bleiben kann. In Einzelfällen stößt auch die Hinderniserkennung durch Unebenheiten oder ungünstige Winkel an ihre Grenzen. Und auf schwierigem Gelände mit vielen Steigungen, engen Passagen, Hindernissen, hohem Gras und deutlichen Unebenheiten sinkt die Flächenleistung pro Akkuladung spürbar.
Unterm Strich ist der Mova LiDAX Ultra 1200 aber ein sehr gutes Gesamtpaket für mittelgroße Gärten, wenn man Wert auf moderne Navigation, leisen Betrieb und wenig Installationsaufwand legt.
Kein Begrenzungskabel und keine RTK-Antenne nötig
Sportlich-edles Design
Schnelle Inbetriebnahme und gute Kartierung
Sauberes, systematisches Schnittbild
Gute Hinderniserkennung im Alltag
Leiser Betrieb
Viele sinnvolle App-Einstellungen
Faire Ersatzteilpreise
Modernes, hochwertiges Gesamtpaket
Kantenschnitt gut, aber nicht perfekt
Hinderniserkennung im Grenzbereich nicht fehlerfrei
Auf nassem oder schwierigem Untergrund mit etwas weniger Traktion
Flächenleistung pro Ladung im schwierigen Gelände deutlich geringer
4G/GPS-Funktionen nur mit Zusatzmodul und laufenden Kosten
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Technische Spezifikationen
Technische Daten | LiDAX Ultra 1200 |
|---|---|
Empfohlener Arbeitsbereich | 1.200 m² |
Mäheffizienz | Standard: 1.000 m² / 24 Std.; Effizient: 1.400 m² / 24 Std. |
Mähfläche pro Ladung | 170–190 m² |
Schnitthöhe | 3–10 cm |
Schnittbreite | 20 cm |
Kantenschnitt | UltraTrim™ 1.0, bis unter 5 cm |
Maximale Steigung | 45 % (24°) |
Hindernisüberquerung | bis 4 cm |
Antriebsart | Hinterradantrieb |
Navigation / Hinderniserkennung | UltraView™ 2.0, 360° 3D-LiDAR und AI Vision |
Kartierung | Remote + AI Automatic Mapping |
Kartenansicht | 2D & 3D |
Schmale Passagen | ab 60 cm |
Dual Map | Ja |
Mehrere Zonen | Ja |
Mähmodi | Voll / Zonen / Kanten / Spot / Manuell |
Mähmuster | Benutzerdefiniert / Schachbrett / Zick-Zack |
Nachtmähen | Ja |
Wegplanung | U-förmig |
Akkukapazität | 5 Ah |
Ladestrom | 3 A |
Ladezeit | 65 Minuten |
Mähzeit pro Ladung | 70–90 Minuten |
Geräuschpegel | 57 dB(A) |
App-Steuerung | Ja |
Konnektivität | Bluetooth, Wi-Fi |
Wasserschutz | IPX6 |
TrueGuard | Ja |
Link-Modul-Service | Optional |
Maße Roboter (L × B × H) | 659 × 439 × 294 mm |
Gewicht Mähroboter | 13 kg bis 13,8 kg* |
Maße Basisstation (B × T × H) | 465,4 × 728,7 × 320 mm |
Zum Angebot |
[topdeals]
Lieferumfang & Erster Eindruck
Der Lieferumfang ist umfänglich und bietet folgendes:
-
MOVA LiDAX Ultra Mähroboter
-
Ladestation + Erdspieße zur Befestigung
-
Netzteil und Verlängerungskabel
-
Reinigungsbürste und fusselfreies Tuch
-
Ersatzklingen-Set (9 Klingen)
-
[url="https://m.media-amazon.com/images/I/D1oJsnQ-gIL.pdf?ref=dp_product_quick_view",name="Bedienungsanleitung",title=""] und Schnellstartanleitung
Gut, dass auch Ersatzklingen enthalten sind. So kommt man eine Saison gut hin.
Design und Verarbeitungsqualität
Der Karton zeigt schnell, was einen erwartet - Autarkie auf dem Rasen: Der Mova läuft ohne Begrenzungskabel, ohne RTK-Antenne, nur mit LiDAR-gestützter Navigation und Kamera-Unterstützung und das alles abgesegnet von Luka Modric 😂, der als Werbepartner die Verpackung veredelt. Mir stellt sich dennoch unweigerlich die Frage, wie sich der Mähroboter im komplexen Gelände ohne jegliche externe Unterstützung schlagen wird. Dazu später mehr. Jetzt erstmal ans "Unboxing".
Der erste Eindruck des MOVA LiDAX Ultra 1200 durchweg positiv: Er positioniert sich klar als innovativer Mähroboter der gehobenen Mittelklasse. Und ehrlich, dass Design ist richtig gut gelungen. Vorne edel mit Karbonoptik, hinten anmutend wie ein Zuffenhausener Sportwagen. Dazu die moderne Kamera, LED-Rundum-Statusleuchte und die geländegängigen Räder mit sportlichen Felgen - Der Mova LiDAX Ultra 1200 ist ein echter Hingucker auf der Rasenfläche. Deswegen mein Urteil: Ein gelungener Move von Mova!
Einen weiteren Pluspunkt gibt es für die seitlichen Gummierungen, die als Stoßdämpfer und Schutz vor Kratzern schützen. Bei Roboter wie dem Navimow i105 musste ich die noch extra kaufen. Gerne hätte ich allerdings noch weitere Gummierungen am vorderen Stoßfänger gesehen.
Überrascht war ich auch etwas von der Größe - Das Gerät ist nicht gerade klein mit einer Länge von rund 66 cm und Breite von 44 cm. Mit rund 13 kg lässt es sich gut bewegen. Ein Griff im hinteren Bereich hilft dabei, das Gerät sicher zu tragen.
Räder
Die Vollgummireifen sind eines - tiefgreifend. Damit meine ich echte Spikes, die Grip im Garten verleihen sollen, denn auch in Sachen Steigung verspricht Mova nicht wenig. Nachdem ich bereits einige Mähroboter getestet habe, wirken die Spikes etwas überdimensioniert, aber solange er nicht zu viel rotiert, sehe ich keine Probleme.
Display & Drehknopf
Das LCD-Display macht einen relativ klaren Eindruck hinsichtlich der Auflösung. Es verbirgt sich unter einer kleinen Haube und hat eine angenehme Größe. Der Drehknopf ist gut zu bedienen, alle vier Tasten selbsterklärend (An/Aus, Start, Zurück im Menü und Zur Station + ein paar Kombination z.B. für Reset). Auch die Menüführung ist intuitiv und das System reagiert schnell auf Eingaben. Also alles zweckmäßig.
Inbetriebnahme
Die Inbetriebnahme gehört ganz klar zu den größten Vorzügen des Mova LiDAX Ultra 1200. Wie oben bereits erwähnt, heißt es hier: auspacken, Ladestation platzieren, verbinden, kartieren und loslegen. Genau so wünscht man sich ein modernes System, das mehr und mehr den Komfort aktueller Saugroboter erreicht.

Nicht nur auf dem Papier, sondern auch im Test funktionierte der Einstieg erfreulich unkompliziert. Bluetooth und anschließend WLAN-Verbindung sind schnell eingerichtet. Die App führt ordentlich durch die ersten Schritte, das Grundsetup ist schnell erledigt und auch die Kartierung machte insgesamt einen durchdachten Eindruck. Gerade auf einem Grundstück, das eben nicht nur aus einer simplen Rechteckfläche besteht, braucht es etwas mehr Funktionen. Die findet man im Setup dann auch.
Kartierung
Zunächst mal legt man eine erste Karte an. Empfohlen wir das Gerät für eine maximale Rasenfläche von 1200 m². Diese können zusammenhängend oder als abgetrennte Gartenbereiche kartiert werden. Für die Kartierung kann zum einen die Autokartierung ausgewählt werden, zum anderen die manuelle Kartierung.
In meinem ersten Versuch probierte ich die Autokartierung aus. Der Garten war einigermaßen gut abgesteckt und meine Erwartungen hoch. Insgesamt war das Ergebnis brauchbar, allerdings hätte ich gerne weniger Abstand zum Rand gesehen. Zudem stoppte das Gerät nach einigen Metern wiederholt, sodass ich die Auto-Kartierung mehrfach starten musste. Alles kein Beinbruch, denn man kann Passagen nach belieben korrigieren und feinjustieren. Aus Erfahrung weiß ich allerdings, dass das Rückwärtsfahren, ausbessern etc. auch seine Zeit braucht. Daher entschied ich mich letztlich dafür, die Karte mit der manuellen Steuerung neu zu erstellen.
Im manuellen Modus bewegt sich der Mova LiDAX Ultra 1200 relativ agil. Ich kam gut zurecht, der Roboter sprach schnell auf Richtungsänderungen an, nur bei den Drehungen hatte ich etwas länger zu tun. Insgesamt konnte ich in einem Versuch eine präzise Karte erstellen. Das Ergebnis war also zufriedenstellend. Nach rund 10 Minuten war die Karte für die rund 100m² großen Rasenfläche im Kasten.



Absolut beeindruckend fand ich die erstellte 3D Karte mit Punkten:

Mähleistung im Praxistest
Im praktischen Einsatz macht der Mova LiDAX Ultra 1200 schnell klar, dass er nicht zu den Robotern gehört, die planlos durch den Garten irren. Er arbeitet systematisch, fährt saubere Bahnen und wirkt dabei angenehm kontrolliert. Per App lassen sich verschiedene Richtungen und der Wechsel der Richtungen, um die Grasnarbe nicht unnötig zu strapazieren, einstellen.
Qualität des Rasenschnitts
Im Test des Rasenschnittes musste der Mova LiDAX Ultra 1200 direkt im anspruchsvollen Gelände ran. Zum einen hat unser Testgarten einige Unebenheiten, zum anderen einige Hindernisse und natürliche Barrieren, wie Sträucher und Blumen sowie Deko und obendrein war der Rasen im April bereits gut an die 10 cm gewachsen und hat damit die maximale Grenze der empfohlenen Rasenlänge erreicht.
Schon bei seiner ersten Fahrt liefert der Mova LiDAX Ultra 1200 ein insgesamt sehr ordentliches Ergebnis ab. Das Schnittbild wirkt gleichmäßig, sauber und sichtbar gepflegt. Vor allem durch die geordnete Bahnführung entsteht ein ebener Gesamteindruck auf der unebenen Fläche.


Auch beim Kantenschnitt macht das Gerät eine gute Figur. Ganz zaubern kann er zwar nicht, aber immerhin kommt er auf gut 3 Zentimeter an die Randfläche heran. Dafür sorgt das UltraTrim 1.0 System, also die Fähigkeit das Schneidwerk seitlich Richtung Rand zu versetzen. Ebene Rasenkanten überfährt er zu hälfte und mähr hier sogar randlos.


App-Funktionen:


Hindernisse und schwierige Passagen
Wie oben erwähnt, gab es im Test bereits einige natürliche Hindernisse und Begrenzungen zu berücksichtigen. Hier hat der Mova ziemlich verlässlich gearbeitet und fast alles erkannt. Spielzeug, Menschen und Werkzeug auf dem Rasen waren kein Problem. Der Mova wird, sobald er ein relevantes Objekt erkannt hat, langsamer und umfährt es vorsichtig. Passende Einstellungen, wie nahe und welche Größe relevant ist, findet man in der App.

In einem Fall allerdings schlug seine Hinderniserkennung nicht an. Das Gerät fuhr dabei gerade über eine Unebenheit, wodurch die Kamera etwas nach oben gerichtet wurde. Dabei übersah er den Fahrradhelm, der vor ihm lag (siehe Bild). Das ist Schade, denn insgesamt scheint die Hinderniserkennung gut zu funktionieren und hätte fast die Bestnote erreicht. Anzumerken ist, dass die relevante Hindernishöhe auf 20 cm eingestellt war, was in Zusammenhang mit der Unebenheit scheinbar die Hindernisvermeidung nicht auslöste. Hier hat man also etwas Einstellmöglichkeiten.

Bei reduzierter Hindernisvermeidung hat der Mova LiDAX im Umkehrschluss kein Problem ins tiefe Gras zu fahren.

Schwierige Passagen von bis zu 60cm Breite, sind für den Mova LiDAX Ultra 1200 keine Herausforderung. Er passierte sie zuverlässig. Lediglich die Richtung der Fahrten war teilweise unpassend. So fuhr der Mova lange, aber enge Passagen für quer ab. Das heißt, anstelle 4 Mal die lange Passage hoch und runter zu fahren, fuhr er mit zahlreichen Drehungen die Breite der Passage ab, was den Rasen und Akku mehr als nötig beanspruchte. Hier hätte er automatisch eine andere Richtung einschlagen sollen. Das ist allerdings ein lösbares Problem, denn man kann die Richtung in der App leicht einstellen oder gar wechselnde Muster auswählen, um keine wiederholten Bahnen zu erzeugen. Nur automatisch erkannte er es nicht.
Bewältigung von Steigungen
Mova verspricht bei der LiDAX-Reihe Steigungen von bis zu 45% maximal zu bewältigen. Und tatsächlich zeigt der Ultra 1200 im Test, dass er nicht nur für den glatten Vorzeigerasen prädestiniert ist. Kleinere Hänge, Unebenheiten und anspruchsvollere Geländeabschnitte bringen ihn nicht sofort an seine Grenzen. Wer also keinen Rasen aus dem Werbeprospekt hat, brauch sich dennoch keine Sorgen machen.
An manchen Stellen, insbesondere wenn der Rasen leicht nass ist, rutschen die Räder durch. Das passiert vor allem, wenn sich etwas Dreck im Profil verfangen hat und das Profil nicht mehr so wirksam ist. Dann findet man leichte Reifenspuren. Allerdings merkt der Mova das Durchdrehen schnell und versucht sich anders zu befreien, was im Test immer klappte. Sprich, er fuhr sich im Test nie fest, selbst in der weichen Erdmulde eines alten Baumes, kam er gut rein und raus. Die Spikes zeigen ihre Wirkung.
Unterm Strich gilt: Der Heckantrieb reicht für viele Gärten völlig aus, in schwierigem Gelände wäre aber naturgemäß noch mehr drin. Für typische Privatgrundstücke mit etwas Gefälle passt das Gesamtbild dennoch gut. Der LiDAX Ultra 1200 ist keine Bergziege, aber deutlich geländetauglicher, als man es ihm äußerlich zunächst zutrauen würde.

Wer einen Garten mit vielen Schattenbereichen hat, in denen viele feuchte Passagen oder Unebenheiten auftreten, der sollte sich anstelle des Zweiradantriebes ein Allradmodell anschauen, z.B. den MOVA LiDAX Ultra AWD.
Lautstärke während des Betriebs
Bei der Lautstärke sammelt der Mova LiDAX Ultra 1200 ordentlich Punkte. Das Gerät arbeitet angenehm leise und gehört klar zu den Mährobotern, die man auch dann noch gerne im Garten fahren lässt, wenn man selbst auf der Terrasse sitzt. Motorengeräusche konnte ich gar nicht wahrnehmen. Lediglich das kürzen des Rasens und teilweise die Fahrgeräusche der Räder sind wahrnehmbar. Gemessen habe ich rund 55 dB beim Mähen, was ein guter Wert ist.
Lediglich das dreimalige Piepsen, wann immer er ein Hindernis erkennt oder nicht weiter kommt stört. Man kann die Signaltöne allerdings auch deaktivieren.
Damit ist das Gerät insgesamt nicht nur für den isoliert lebenden Einsiedler, sondern auch für jeden Großstadtbewohner, der seinen Garten am dicht bebauten Reihenmittelhaus gepflegt sehen will, gut geeignet,
Effizienz, Flächenleistung und Akkulaufzeit
Mit Blick auf die Flächenleistung ergibt sich ein differenziertes Bild. Im steilen Gelände mit vielen Drehungen und hohem Gras verbrauchte der LiDAX Ultra 1200 rund 75% der Akkukapazität von 5000 mAh für 100 m² Rasenfläche innerhalb von 67 Minuten. Das entspricht in etwa den Angaben des Herstellers von 70-90 Minuten Betriebsdauer pro Akku, bei einer Flächenleistung von 170 - 190 m². Das es im Test nur 100 m² waren, mag daran liegen, dass die Bedingungen wie Eingangs beschrieben sehr anspruchsvoll waren.
Beachtlich war die schnelle Ladefähigkeit. Nach gerade mal einer Stunde war das Gerät bereits wieder bei über 90% Akkuleistung und konnte damit seinen Auftrag schnell beenden.
Im einfachen Gelände schätze ich daher, dass er gut 180 m² mit einer Akkuladung mähen kann. Für typische mittelgroße Gärten ist er daher gut dimensioniert. Über den Tag verteilt sollten entsprechend die beworbenen 1200 m², für die er rund 7 Stunden mähen + 6 Stunden Ladezeit benötigt, gut abgedeckt werden. In Alltag würde das natürlich bedeuten, er ist für 1200 m² von 8-21 Uhr unterwegs.
In Summe zeigt der Mova LiDAX Ultra 1200 eine effiziente Arbeitsweise. Je nach Beschaffenheit ihres Gartens können die Werte jedoch stark abweichen.
Benutzerfreundlichkeit & Steuerung
Im Test habe ich den Mova LiDAX Ultra 1200 im wahrsten Sinne "schnell durchschaut". Die wichtigsten Funktionen sind in der App ohne langes Suchen erreichbar. Kartierung, Zonen, Sperrbereiche, Mährichtung und Hinderniseinstellungen sind in wenigen Klicks erreichbar. Änderungen lassen sich dadurch auch während des laufenden Betriebs schnell vornehmen. Allerdings nicht alles. Für manche Einstellungen muss das Gerät an der Docking-Station sein.
Hilfreich ist, dass der Funktionsumfang nicht auf Kosten der Übersicht in der App geht. Der LiDAX bietet genug Einstellmöglichkeiten, ohne dass die Bedienung unübersichtlich wird. Gerade bei einem Gerät, das die Kartierung plus zig Einstellungen, die zu jederzeit erreichbar sein sollen, kombinieren muss, ist das eine beachtliche Leistung. Hier wird die Erfahrung von Mova aus dem Saugroboter-Segment sichtbar.
Bedienung direkt am Gerät und per App
Die Bedienung direkt am Gerät ist einfach gehalten. Das Display zeigt die wichtigsten Informationen, der Drehknopf reagiert sauber und die Tasten sind selbsterklärend. Für Start, Stopp, Zeitpläne oder kurze Kontrolle reicht das völlig aus.
Die eigentliche Steuerung läuft aber eindeutig über die App. Dort lassen sich Mähzonen mit individuellen Einstellungen, Sperr-Zonen, Pfade (Korridore) und Mährichtungen sauber anlegen. Im Test war vor allem positiv, dass sich auch Details wie die Reaktion auf Hindernisse oder die Fahrtrichtung einzelner Flächen ohne Umwege anpassen lassen. Das ist im Alltag nützlich, weil man damit direkt auf Schwächen eines Grundstücks reagieren kann.



In Sachen Verbotszonen lässt sich auch einstellen, welche Art von Zone es ist, z.B. Blumenbeet oder Sandkasten. Ob die Art der Verbotszone einen Unterschied macht, konnte ich bisher nicht erkennen.


Darüber hinaus bietet Mova auch einige Spielereien - So lasse sich Formen einstellen, die der Mähroboter dann in den rasen mäht, z.B. ein Herz ❤️ für die Allerwerteste. Spätestens damit sollte sich das Gerät bezahlt gemacht haben 🤣.

Lange als Spielerei mit Datenschutzbenken verpönt, ist es inzwischen ein hilfreiches Feature geworden - die Kamera-Liveübertragung. Mova bietet extra Patrouillen-Fahrten in der App an. Wer also den letzten Sturm über im Urlaub auf Mallorca verbracht hat und nun sehen möchte, welche Blumen und Terrassenmöbel überlebt haben, bekommt damit den passenden Zugang. Noch besser, das Gerät kann auf menschlichen Kontakt hin eingeschaltet werden und so Langfinger direkt per Bild einfangen. Wichtig ist allerdings eine funktionierende Internetverbindung und dafür brauch man, bei Verschleppung außerhalb des eigenen WLANs, das o.g. 4G Modul des Roboters.

Programmieroptionen und Zeitpläne
Bei den Zeitplänen bietet der LiDAX Ultra 1200 alle wichtigen Grundfunktionen. Mähzeiten lassen sich festlegen, Zonen können berücksichtigt werden, Wartezeiten nach Regen, Frostschutz, Winter/Herbst Zeitpläne uvm.
Im Test war außerdem hilfreich, dass sich das Mähverhalten individuell an den Garten anpassen lässt. Je nach Fläche kann man bei der Richtung nachjustieren oder wechselnde Muster verwenden. Das war vor allem in engeren Passagen relevant, in denen die automatische Wahl nicht immer ideal war.
Fehlerbehandlung und Support
Kommt es zu Problemen, lohnt sich zuerst ein Blick auf Statusleuchte am Roboter und LED an der Ladestation. Rot signalisiert einen Fehler, grün einen erfolgreichen Ladevorgang bzw. vollen Akku. Danach sollte man in der App Fehlermeldung, Kartenstatus, Ladezustand und Hinderniseinstellungen prüfen. In der Praxis hilft es außerdem, Kamera, LiDAR, Ladekontakte, Räder und Mähdeck auf Schmutz oder Blockaden zu kontrollieren. Gerade bei einem sensorbasierten Mähroboter sind das die häufigsten Ursachen.
Übersicht möglicher Statusleuchten
Statusleuchte am Mähroboter | |
|---|---|
Farbe / Zustand | Bedeutung |
Leuchtet rot | Ein Fehler ist aufgetreten. |
Leuchtet blau | Der Roboter ist im Standby-Modus. |
Blinkt blau | Der Roboter führt eine Aufgabe aus oder wurde angehalten. |
Blinkt grün | Der Roboter wird an der Ladestation aufgeladen. |
Leuchtet grün | Der Akku ist vollständig geladen. |
Blinkt gelb | • Der Roboter befindet sich auf Patrouille. |
LED-Anzeige an der Ladestation | |
Farbe / Zustand | Bedeutung |
Blinkt oder leuchtet rot | Es liegt ein Problem mit der Ladestation vor, z. B. beim Ladestrom oder bei der Spannung. Alternativ ist der Roboter mit der Ladestation verbunden, aber der Ladevorgang verläuft nicht normal, z. B. wegen eines Kurzschlusses an den Ladekontakten. |
Leuchtet blau | Die Ladestation steht unter Spannung, aber der Roboter wird gerade nicht geladen. |
Blinkt grün | Der Roboter wird an der Ladestation aufgeladen. |
Leuchtet grün | Der Roboter ist vollständig geladen. |
Wenn das nicht reicht, bietet MOVA für Deutschland Support per Telefon: (+49) 800-400-9824 und per E-Mail: aftersales@mova-tech.com an. Ergänzend hilft das MOVA-Forum bei bekannten Fehlerbildern und Detailfragen.
Reinigung, Wartung & Pflege
Beim Thema Wartung merkt man dem Mova LiDAX Ultra 1200 an, dass er kein einfacher Teller-Mäher ist, sondern ein recht vollgepacktes System. Oben sitzt das UltraView 2.0 mit 360° 3D-LiDAR und KI-Vision, dazu kommen Kamera- und Sicherheitsfunktionen wie TrueGuard. Unten arbeitet ein schwimmendes Schneidsystem, das sich an Unebenheiten anpasst. Genau deshalb besteht Pflege hier nicht nur daraus, Gras unter dem Deck zu entfernen. Wer das Gerät dauerhaft sauber halten will, muss vor allem die Sensorik mitdenken.
Praktisch ist dabei, dass MOVA den LiDAX nicht unnötig empfindlich ausgelegt hat. Das Gerät ist IPX6-wasserdicht und laut Hersteller lassen sich in der App sogar eigene Reinigungspunkte festlegen, die der Roboter selbstständig anfährt. Das ist im Alltag sinnvoll, weil man einen Roboter mit 13,8 kg nicht ständig per Hand irgendwohin tragen will, nur um ihn kurz mit dem Schlauch abzuspritzen.
Reinigung des Geräts
Im Test blieb der Reinigungsaufwand insgesamt überschaubar. Einerseits kann man eben mit dem Gartenschlauch das Mähwerk gut reinigen (Achtung vorher ausschalten und LiDAR-Schutz anbringen). Zum anderen ist die Sensorik schnell sauber gewischt. Gerade weil der LiDAX mit 3D-LiDAR, KI-Vision und Kamera arbeitet, reicht es nicht, nur unten den Grasschnitt wegzunehmen. Wenn oben Staub, Spritzwasser oder Pollen auf den Sensorflächen sitzen, arbeitet die ganze Orientierung unter schlechteren Bedingungen.
Positiv ist, dass MOVA selbst Wartungszubehör für genau diese Komponenten anbietet. Im Zubehörshop gibt es eine Radarreinigungsbürste für 11,99 € und ein Reinigungsset für 24,99 €.
Einzig die Räder können, wenn er in schlammiges Terrain kommt, den Reinigungsaufwand signifikant erhöhen:

Messerwechsel und Ersatzteile
Beim Messerwechsel profitiert der LiDAX Ultra 1200 davon, dass MOVA keine exotische Sonderlösung fährt. Offiziell gibt es ein Klingen-Set mit 12 Klingen und 12 Schrauben, kompatibel mit dem LiDAX Ultra 800/1200/1600, aktuell für 15,99 €. Das ist wichtig, weil gerade das schwimmende Schneidsystem und die einstellbare Schnitthöhe von 3 bis 10 cm nur dann wirklich saubere Arbeit abliefern, wenn die Klingen scharf sind.
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Für den Alltag ist das eine kostenschonende Sache. Einerseits gibt es genügend Drittanbieter, die den Preis im Rahmen halten, zum anderen ist der LiDAX dadurch kein Wegwerfgerät, sondern bleibt als System wartbar. Klingen, Reinigungszubehör, Garage, 4G-Modul und Akku sind im offiziellen Zubehörbereich bereits gelistet. Genau das will man bei einer neuen Modellreihe sehen.
Haltbarkeit der Batterie
Bei der Batterie liefert MOVA für den LiDAX Ultra 1200 recht klare Daten: 5 Ah, 3 A Ladestrom, 65 Minuten Ladezeit und 70 bis 90 Minuten Mähzeit pro Ladung. Das passt grundsätzlich zu einem Gerät dieser Klasse. Im Test zeigte sich aber auch: Diese Werte hängen stark vom Gelände ab. In einfachem Terrain ist das stimmig, in steilem oder unruhigem Gelände mit vielen Wendemanövern fällt der Akku naturgemäß schneller.
Wichtig für die Langzeitnutzung ist weniger der Idealwert als die Ersatzfrage. Und da steht der LiDAX ordentlich da: MOVA listet einen offiziellen 5A-Ersatzakku mit 18 V, 5 Ah und 90 Wh für die kompatiblen Modelle, darunter den LiDAX Ultra 1200, für 149,00 €. Zusätzlich nennt MOVA auf der Produktseite 3 Jahre Garantie. Beides zusammen ist deutlich wertvoller als ein schöner Laborwert, weil es zeigt, dass Akku und Gesamtgerät nicht von vornherein als Wegwerfplattform angelegt sind.
Einwintern des LiDAX Ultra 1200
Beim Einwintern würde ich den LiDAX Ultra 1200 trotz IPX6 nicht einfach draußen in der Station lassen. Dafür steckt zu viel Technik im Gerät: 360° 3D-LiDAR, KI-Vision, Kamera, TrueGuard und optional sogar ein Link-Modul für zusätzliche Konnektivität. Das ist robuste Gartentechnik, aber eben auch Sensorik, die von trockener Lagerung profitiert.
Für die Winterpause würde ich deshalb vier Punkte fest einplanen: Gerät unten sauber machen, Sensorflächen reinigen, Messerzustand prüfen und den Akku nicht tiefentladen einlagern. Dass MOVA anpassbare Ladezeiten und eine reduzierte Standby-Logik nennt, passt gut dazu. Der LiDAX ist damit kein empfindlicher Exot, aber eben auch nicht der Typ Gerät, den man im November einfach vergisst und im März wieder anschaltet.
Sicherheit & Zuverlässigkeit
Ich hatte es oben im Test bereits kurz angeschnitten, will hier aber nochmal detailliert auf die Sicherheitsmechanismen eingehen: Der Mova LiDAX Ultra 1200 fährt beim Thema Sicherheit verschiedene Systeme auf: Die Basis ist UltraView 2.0 mit 360° 3D-LiDAR, 1080p HDR-RGB-Kamera, 70 m Erfassungsbereich und KI-gestützter Objekterkennung. MOVA gibt an, dass das System über 300 Hindernisarten erkennen kann, darunter Menschen, Haustiere, Kleintiere und kleinere Gartenartikel. Genau das deckt sich grundsätzlich mit dem Praxiseindruck: Der Roboter fährt Hindernisse nicht erst auf Kontakt an, sondern wird vor relevanten Objekten sichtbar vorsichtiger und umfährt sie kontrolliert.
Zur Zuverlässigkeit gehört aber auch die Einordnung der Grenzen. In meinem Test funktionierte die Hinderniserkennung insgesamt gut, erreichte aber nicht in jeder Situation die Bestnote. Ein Fahrradhelm wurde auf einer Unebenheit einmal übersehen, weil die Front des Roboters in diesem Moment leicht nach oben zeigte. Das passt auch zu der Produktlogik: Die Technik ist stark, aber sie bleibt abhängig von Kamerawinkel, Geländeform und den eingestellten Schwellenwerten in der App. Gerade deshalb ist es sinnvoll, die Hindernishöhe und Empfindlichkeit im eigenen Garten nicht einfach auf Werkseinstellung zu belassen.

Notstopp-Funktion und Hindernisvermeidung
Im Alltag ist vor allem wichtig, was passiert, wenn man sofort eingreifen muss. Laut Handbuch löst ein Druck auf die Stopptaste am Roboter einen Notstopp aus; anschließend muss der PIN-Code direkt am Gerät eingegeben und bestätigt werden. Das ist sinnvoll gelöst, damit nach einem Eingriff das Gerät bewusst wieder freigegeben werden muss. Für Haushalte mit Kindern ist das durchaus sinnvoll.
Bei der Hindernisvermeidung liefert der LiDAX Ultra 1200 viel Technik für die Praxis. MOVA kombiniert 3D-Punktwolkendaten mit KI-Bildverarbeitung und nennt explizit, dass selbst kleine Gartenobjekte erkannt werden sollen. Im Test zeigte sich genau hier eine Stärke des Systems: Werkzeug, Spielzeug und Personen auf dem Rasen wurden zuverlässig erkannt. Dass der Roboter vor solchen Objekten abbremst, ist kein Showeffekt, sondern ein echter Sicherheitsgewinn. Gleichzeitig bleibt die Sensorik eher auf der vorsichtigen Seite. Das ist im Zweifel die bessere Schwäche als die umgekehrte.

Verhalten bei Regen
Beim Wetter verlässt sich MOVA auf einen Regensensor. Laut Hersteller erkennt die Serie Regen und Schnee, fährt dann selbstständig zur Ladestation zurück und setzt das Mähen erst fort, wenn sich die Bedingungen der Rasen ausreichend trocken ist. Dazu kann man Trockenzeiten von 8 Stunden und mehr einstellen.
Im Test funktionierte die Regenerkennung wunderbar. Bei Regen startete das Gerät gar nicht erst und wartete die festgesetzte Zeit ab. Und das ist auch gut so, denn im Test zeigte der Mova, dass feuchtes Gras die Traktion stark fordert und zu leichten Reifenspuren führen können. Eine Ruhepause von 8 Stunden ist daher absolut zu empfehlen, um Furchen im Rasen zu vermeiden.
Dem Roboter selbst kann Regen durch seine Schutzklasse IPX6 im Übrigen wenig anhaben.
Diebstahlschutz und Kindersicherung
Um den teuren Rasenfreund vor Langfingern zu schützen, bietet Mova verschiedene Mechanismen. Die einen sind direkt verfügbar, die anderen nur gegen Aufpreis.
Zunächst gibt es eine Hebewarnung, die Alarm auslöst (mit einstellbarer Lautstärke) und eine sofortige App-Benachrichtigungen sendet, wenn der Besitzer nicht in der Umgebung ist.
MOVA bewirbt darüber hinaus die intelligente 4G-Diebstahlsicherung über das Link Modul als optionales Zubehör. Damit erhält man sofort eine Nachricht, sobald die definierte Karte verlassen wird und kann den Mäher in Echtzeit über Google Maps verfolgen — auch ohne WLAN. Zusätzlich ist ein AirTag-Fach im vorderen Bereich verfügbar. Für offen zugängliche Grundstücke ist das Gold wert. Wie oben angedeutet, ist das beim 1200er jedoch kein Serienumfang, sondern ein optionales Modul, dass eine Einmalzahlung von 150 Euro erfordert.


Im Patrouillenmodus erkennt der Mova LiDAX zudem die Präsenz anderer Personen und schickt eine Nachricht an den Besitzer.
Ergänzend weist das Handbuch darauf hin, dass jedes Gerät nach der Kopplung an ein MOVAhome-Konto gebunden wird. Diebe haben also erstmals keinen direkten Nutzen vom Gerät.
Als klassische Kindersicherung dient in erster Linie der PIN-Code am Display, der vor jeder Aktion erforderlich ist. Zudem wird dieser bei aktivierter Kindersicherung nach 5 Minuten Inaktivität automatisch aktiviert.
Unterm Strich wirkt das Sicherheitskonzept des LiDAX Ultra 1200 stimmig. Es besteht nicht nur aus einem Alarm oder einer App-Meldung, sondern aus mehreren Ebenen: Hebewarnung, Präsenzerkennung, PIN-Code, optionale Ortung und AirTag. Auf gut Deutsch, das Gerät zu entwenden, lohnt sich kaum.
Preis-Leistungs-Verhältnis & Alternativen
Preis des Modells im Vergleich zu ähnlichen Geräten
Mit 999 Euro auf der Dreame-Seite liegt der Mova LiDAX Ultra 1200 aktuell in einem fairen Bereich. Für den Preis gibt es einen drahtlosen Mähroboter für 1.200 m² mit 3D-LiDAR, AI Vision, U-Wegeplanung, 20 cm Schnittbreite, 3–10 cm Schnitthöhe, 57 dB(A) und 65 Minuten Ladezeit. Gemessen an Technik und Testeindruck passt das Preisniveau.
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Preis für Ersatzteile
Auch bei den Folgekosten bleibt der LiDAX vernünftig. Die 12er-Ersatzklingen liegen laut deinem Preischeck bei 19,99 Euro. Dazu kommt, dass MOVA bereits passendes Zubehör wie Reinigungsset, Radar-Bürste, Garage, Akku und Konnektivitätsmodule anbietet. Das ist wichtig, weil sich daran zeigt, dass das Gerät nicht als Wegwerfprodukt angelegt ist.
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Abo-Kosten für GPS-Ortung
Hier muss man sauber trennen: Das 4G-Modul ist die Hardware und wird meistens mit 1-3 Jahren Service zusammen verkauft, der Link-Modul-Service beziehungsweise der Verbindungsservice ist die Mobilfunk-/Tracking-Anbindung (also das Abo). Das Abo wird dann im Anschluss erforderlich. MOVA listet das 4G-Modul für 149 Euro und das Link-Modul mit 1 Jahr kostenlosem Verbindungsservice für 69 Euro. Im MOVA-Forum erklärt der Support zusätzlich, dass nach Ablauf der Gratislaufzeit 99 Euro pro Jahr anfallen, derzeit aber 69 Euro pro Jahr als Rabattpreis gelten. Für den LiDAX Ultra 1200 ist das also ein optionaler Zusatzposten, kein Pflichtkauf.
Bei Amazon findet ihr das 4G Modul mit 3 Jahren Service zu folgenden Konditionen:
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Übrigens: Bei den AWD Modellen und dem LiDAX 1600 ist das 4G-Modul mit 1 Jahr Link-Service bereits enthalten.
Ergänzendes / Optionales Zubehör
Sinnvollstes Zubehör ist aus meiner Sicht die Garage. Laut deinem Preischeck liegt sie bei 119,99 Euro. Gerade bei einem Gerät mit 3D-LiDAR, Kamera und viel Sensorik ist das mehr als Kosmetik. Wer den Roboter dauerhaft draußen stehen lässt, reduziert mit einer Garage die Dauerbelastung durch Sonne und Wetter. Praktisch sind außerdem Reinigungszubehör und das optionale 4G-/Link-Modul.
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Gibt es lohnenswerte Alternativen am Markt?
Ja. Der direkteste Gegenspieler ist aus meiner Sicht der ECOVACS GOAT O1200 LiDAR PRO. Er liegt aktuell bei 979 Euro und deckt ebenfalls 1.200 m² ab. Damit ist er preislich sehr nah am LiDAX. Der von dir genannte Segway Navimow i208 kostet bei Amazon aktuell 1.199 Euro und ist laut Listing für 800 m² ausgelegt. Damit ist der Mova beim Preis pro Fläche klar attraktiver. Wer dagegen mehr Traktion auf schwierigem Gelände sucht, sollte eher bei AWD-Modellen schauen.
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FAQ
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Wie funktioniert die Navigation ohne RTK-Antenne?
Der LiDAX Ultra 1200 nutzt 3D-LiDAR und Kamera statt RTK. Aus meiner Sicht ist das einer der spannendsten Punkte an diesem Modell, weil es sich direkt an der realen Gartenstruktur orientiert und keine zusätzliche Antenne im Garten benötigt. Im Test funktionierte das sehr gut.
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Wie gut klappt die automatische Kartierung in der Praxis?
Im Test hat die automatische Kartierung insgesamt gut funktioniert. Auf einfachen, klar aufgebauten Flächen geht das schnell und sauber, während bei verwinkelten oder komplexeren Gärten gelegentlich ein manuelles Nachjustieren sinnvoll bleibt.
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Wie gut ist das Schnittbild auf unebenem Gelände?
Trotz schwieriger Bedingungen im Test überraschend gut. Gerade auf unebenem Untergrund hat mich überzeugt, dass der Rasen dennoch relativ gleichmäßig wirkt. Das liegt vor allem daran, dass der Roboter sauber in Bahnen mit wechselnden Richtungen arbeitet und nicht in einem unruhigen Chaosmuster fährt und das Mähwerk schwimmend gelagert ist.
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Wie sauber arbeitet der Kantenschnitt wirklich?
Gut, aber nicht perfekt. Meist bleibt nur ein kleiner Rest stehen. Insgesamt arbeitet der LiDAX am Rand in meiner Einschätzung sauberer als viele ältere Modelle, auch wenn ein kompletter randloser Schnitt aus Sicherheitsgründen noch nicht gelingt. Immerhin kam er auf ca. 3 cm an den Rand heran.
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Wie zuverlässig erkennt der Roboter Hindernisse wie Spielzeug, Werkzeuge oder Tiere?
Im Test ziemlich zuverlässig. Spielzeug, Werkzeuge und Personen wurden gut erkannt. In Einzelfällen kann die Erkennung aber durch Unebenheiten im Boden oder durch weniger passende Einstellungen eingeschränkt sein. Deshalb würde ich mich im Alltag nicht blind darauf verlassen, sondern die Fläche trotzdem möglichst frei halten und ihn nicht in Anwesenheit von Tieren fahren lassen,
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Wie gut kommt der LiDAX Ultra 1200 mit Steigungen zurecht?
Für normale Gartenhänge ist er gut geeignet. Auf feuchtem oder lockerem Untergrund drehen die Räder vereinzelt durch, festgefahren hat er sich im Test jedoch nicht. Das spricht für eine praxistaugliche, wenn auch nicht grenzenlose Hangtauglichkeit.
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Wie groß ist die Mähfläche pro Akkuladung in der Praxis?
Im einfachen Gelände sind rund 180 m² pro Akkuladung realistisch. In anspruchsvollerem Terrain (wie wir es im Test hatten) mit Steigungen, vielen Wendungen oder höherem Gras sinkt die praktische Flächenleistung eher auf etwa 120 m².
- help
Welche laufenden Kosten entstehen für GPS-Ortung und Mobilfunkverbindung?
Für 4G und GPS werden zusätzliche Hardware (einmalig 149 Euro) und ein passender Link-Service benötigt. Nach der Gratislaufzeit fallen nach aktuellem Stand für den Service rund 69 Euro pro Jahr für den Verbindungsservice an. Das sollte man beim Kauf aus meiner Sicht unbedingt in die Gesamtkosten einrechnen, wenn man ein großes Grundstück evtl. noch dazu mit offenen Grenzen hat oder in einer Gegend wohnt, in der Roboter-Diebstahl nicht selten ist.
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Gibt es eine Kindersicherung oder PIN-Sperre?
Ja. Der Roboter schaltet automatisch die Tastensperre nach 5 Minuten ein, insofern die Kindersicherung aktiviert ist. Nach einem Notstopp muss das Gerät per PIN wieder freigegeben werden. Das ist in der Praxis sinnvoll, weil der Roboter nicht einfach sofort wieder anlaufen kann.
- help
Wie gut ist der Diebstahlschutz?
Ordentlich, aber eine 100% Sicherheit gibt es natürlich nicht. Alarm- und Hebeschutz sind vorhanden, die vollständige Ortung gibt es erst mit dem optionalen 4G-Modul + Link-Service. Optional kann ein AirTag integriert werden. Ohne dieses Extra bleibt der Schutz solide, aber oftmals nicht ausreichend.
- help
Lohnt sich die Garage als Zubehör?
Ja, grundsätzlich schon. Gerade bei einem Mähroboter mit LiDAR und Kamera halte ich zusätzlichen Schutz vor Wetter und starker Sonne für sinnvoll. Wer das Budget im Blick behalten will, findet allerdings auch günstigere Alternativen von Drittanbietern.
Mein abschließendes Fazit
Der Mova LiDAX Ultra 1200 hat im Test vor allem dort überzeugt, wo moderne Mähroboter heute liefern müssen: einfache Inbetriebnahme, saubere Navigation und ein ordentliches Schnittbild. Das kabellose Konzept funktioniert. Statt Begrenzungsdraht und RTK-Antenne setzt MOVA auf 3D-LiDAR und AI Vision, dazu kommen automatische 3D-Kartierung, U-förmige Wegeplanung und ein Mähbereich von bis zu 1.200 m². Technisch ist das ein stimmiges Paket.
Im Alltag zeigte sich, dass der LiDAX Ultra 1200 nicht planlos über den Rasen fährt, sondern systematisch und rasenschonend arbeitet. Gerade auf unebenem Gelände sorgt das für ein überraschend ruhiges Schnittbild. Auch der Kantenschnitt ist insgesamt gut gelungen, auch wenn je nach Randverlauf noch ein kleiner Rest stehen bleiben kann. Bei Hindernissen arbeitet der Mova meist zuverlässig und vorsichtig. Spielzeug, Werkzeuge oder Personen wurden im Test gut erkannt. Ganz fehlerfrei war das System aber nicht: In schwierigen Situationen mit Unebenheiten oder ungünstigem Kamerawinkel kann die Erkennung an ihre Grenzen kommen.
Positiv ist auch, dass die Technik nicht nur auf dem Papier modern ist. 20 cm Schnittbreite, 3 bis 10 cm Schnitthöhe, 45 % Steigfähigkeit, 180m² pro Akkuladung, 65 Minuten Ladezeit und 57 dB(A) passen relativ gut zu dem, was der Roboter im Test gezeigt hat. Anzumerken bleibt, dass im einfachen Gelände rund 180 m² pro Ladung realistisch sind, im anspruchsvollen Gelände eher etwa 120 m².
Unterm Strich ist der Mova LiDAX Ultra 1200 ein sehr guter Mähroboter für mittelgroße Gärten, vor allem wenn man ein drahtloses System mit moderner Sensorik sucht. Er ist nicht perfekt. Beim Kantenschnitt, bei der Hinderniserkennung im Grenzbereich und bei sehr schwierigen Passagen ist noch Luft nach oben. Insgesamt liefert er aber ein reifes Gesamtpaket mit viel Komfort und einem im Test überzeugenden Ergebnis.
Kaufen könnt ihr das Gerät, wie immer, bei Amazon
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