MOVA GPS201 im Test – Diese Gartenschere zieht durch
Kraft auf Knopfdruck statt mühsamer Handarbeit
Mit der MOVA GPS201 erweitert MOVA sein Gartengeräte-Sortiment um eine Akku-Gartenschere, die vor allem dort interessant wird, wo eine klassische Gartenschere langsam anstrengend wird. Per Tastendruck soll sie Äste mit einem Durchmesser von bis zu 38 mm durchtrennen und damit auch bei umfangreicheren Rückschnittarbeiten an Sträuchern und Gehölzen für Entlastung sorgen.
In meinem Test musste sich die GPS201 deshalb nicht nur an dünnen Zweigen beweisen. Ich rückte damit unter anderem einem kräftigen Lorbeerbusch zu Leibe und testete bewusst, wo die praktische Schnittgrenze der elektrischen Gartenschere lag. Dabei waren für mich neben der reinen Schnittleistung vor allem Geschwindigkeit, Handhabung und Sicherheit von Bedeutung.
Schon nach den ersten Schnitten wurde deutlich: Langsam arbeitet die GPS201 definitiv nicht – und auch bei kräftigeren Ästen hatte sie erstaunliche Reserven.

Verarbeitung und Handling: Hochwertig, aber kein Leichtgewicht
Schon beim ersten Anfassen machte die MOVA GPS201 einen hochwertigen und robusten Eindruck. Das Gehäuse wirkt sauber verarbeitet, der Griff ist großflächig gummiert und bietet auch bei längerer Nutzung einen sicheren Halt. Mit eingesetztem Akku bringt die Gartenschere rund 1,5 kg auf die Waage. Gegenüber einer klassischen Handschere ist das natürlich deutlich mehr, angesichts des integrierten Motors und Akkus bleibt die GPS201 aber noch gut einhändig beherrschbar.
Im Test lag die Schere angenehm in der Hand und ließ sich auch bei vielen aufeinanderfolgenden Schnitten präzise führen. Das Gewicht machte sich mit zunehmender Arbeitsdauer zwar bemerkbar, gleichzeitig entfiel aber nahezu jeder Kraftaufwand beim eigentlichen Schneiden.
Ein interessantes Detail sind die austauschbaren Schneiden. Diese können bei Bedarf gelöst und ersetzt werden; das dafür notwendige Werkzeug liegt dem Gerät bereits bei.
Die Klinge besteht aus hartem Carbonstahl und besitzt eine DLC-Beschichtung, die Verschleiß reduzieren und gleichzeitig für ein sauberes Schnittbild sorgen soll. Für Transport und Lagerung liegt zudem ein passender Klingenschutz bei.


Bedienung und Sicherheit: Zwei Schnittweiten für unterschiedliche Aufgaben
Die GPS201 bietet zwei unterschiedliche Öffnungsweiten. Im schnellen Modus öffnet die Klinge bis 28 mm, während für stärkere Äste eine maximale Öffnung von 38 mm zur Verfügung steht.
Vor allem der kleinere Modus erwies sich im Test als praktisch. Die Klinge schloss sich hier in etwa 0,3 Sekunden, wodurch sich dünnere Äste sehr schnell hintereinander schneiden ließen. Im 38-mm-Modus ist der Klingenweg größer und der Schnitt entsprechend etwas langsamer.
Modus | Klingenöffnung | Einsatzbereich |
|---|---|---|
Schnellmodus | 28 mm | Dünnere Äste, schnelle Serienschnitte |
Große Öffnung | 38 mm | Kräftigere Äste bis nahe an die maximale Schnittstärke |

Angesichts der Geschwindigkeit und Kraft der Klinge spielt das Thema Sicherheit bei einer elektrischen Gartenschere eine wichtige Rolle. MOVA setzt deshalb auf einen zweistufigen Auslöser, bei dem zwei Punkte betätigt werden müssen, bevor die Schere schneidet. Im Test funktionierte diese Bedienung nach kurzer Eingewöhnung intuitiv und verhinderte gleichzeitig, dass sich die Klinge versehentlich durch einen einzelnen Tastendruck schloss. Dennoch muss man stets bewusst schneiden, einmal ausgelöst, gibt es kein zurück mehr. Die zweite Hand sollte also immer fern der Klinge sein.
Praktisch ist, dass sich das Gerät erst vollständig ausschalten lässt, wenn die Klinge geschlossen ist. Dadurch bleibt sie beim Verstauen nicht geöffnet stehen.
Schnittleistung im Praxistest: 3,2 Zentimeter ohne Probleme
Entscheidend ist bei einer Akku-Gartenschere letztlich nicht die maximale Klingenöffnung, sondern welche Aststärken sie in der Praxis tatsächlich bewältigt. Genau hier hinterließ die GPS201 einen starken Eindruck.
In unserem Test kam sie unter anderem an einem kräftigen Lorbeerbusch zum Einsatz. Dünnere und mittelstarke Äste durchtrennte die Schere extrem schnell und mit einem sauberen, präzisen Schnittbild. Die Klinge zog sich ohne spürbares Ruckeln durch das Holz, sodass sich auch größere Mengen Rückschnitt zügig erledigen ließen.
Besonders interessant wurde es bei stärkeren Ästen. Einen Lorbeerast mit rund 3,2 cm Durchmesser schnitt die GPS201 ohne Probleme durch. Damit liegt die praktisch nutzbare Schnittleistung bereits in einem Bereich, bei dem viele klassische Gartenscheren einen hohen Kraftaufwand verlangen.



Bei ungefähr 4 cm Aststärke erreichte die Schere in unserem Test dagegen ihre Grenze. Die Klinge begann den Schnitt zwar, blieb anschließend jedoch im Holz stecken. Das ist angesichts der angegebenen maximalen Öffnung von 38 mm keine große Überraschung und zeigt gleichzeitig recht gut, wo der sinnvolle Einsatzbereich liegt.
Die GPS201 eignet sich damit vor allem für Äste bis etwa 3 cm und etwas darüber. Für noch stärkeres oder besonders hartes Holz bleibt eine kleine Astsäge die bessere Wahl (die es inzwischen auch im MOVA Sortiment gibt).
Gerade bei vielen mittelstarken Ästen spielt die elektrische Schere ihre Stärke aus: Statt bei jedem Schnitt Kraft mit der Hand aufzubauen, reicht ein kurzer Druck auf den Auslöser. Beim Rückschnitt größerer Sträucher war dieser Unterschied deutlich spürbar.
Akku und Geräuschentwicklung: Ausdauer für größere Rückschnitte
MOVA gibt für die GPS201 bis zu 1.000 Schnitte mit einer Akkuladung an. Eine vollständige Entladung über exakt diese Anzahl an Schnitten haben wir im Test nicht durchgeführt, die Kapazität reicht aber grundsätzlich auf umfangreichere Arbeiten im Garten aus.
Praktisch ist die Ladestandsanzeige direkt am Akku. Mehrere LEDs zeigen den verbleibenden Akkustand an, wie man es beispielsweise auch von professionellen Akkusystemen wie Bosch ProCORE kennt. Dadurch lässt sich vor Arbeitsbeginn schnell überprüfen, ob noch genügend Kapazität vorhanden ist. Sollte der Akku leer sein, ist er in ca. 1,5 Stunden wieder voll geladen

Akustisch arbeitet die Schere naturgemäß deutlich auffälliger als ein mechanisches Modell, bleibt aber weit von der Geräuschkulisse einer Astsäge entfernt. Während der Arbeit fiel zusätzlich ein leichtes Summen auf. Dieses stammt von der Kühlung des Motors und ist im kaum Betrieb hörbar. Ich empfand es beim Arbeiten im Freien nicht als störend.
Der Motor selbst arbeitet nur kurz während des Schnittvorgangs. Dadurch bleibt die Geräuschbelastung gerade bei einzelnen Schnitten vergleichsweise gering.
Fazit: Stark bei vielen Schnitten, klare Grenze bei sehr dicken Ästen
Die MOVA GPS201 hat sich in unserem Test als leistungsfähige Akku-Gartenschere für regelmäßige Rückschnittarbeiten erwiesen. Ihre größte Stärke liegt in der Kombination aus hoher Schnittgeschwindigkeit und geringem Kraftaufwand. Gerade bei Sträuchern oder Gehölzen mit vielen mittelstarken Ästen lässt sich damit wesentlich komfortabler arbeiten als mit einer klassischen Gartenschere.
Besonders überzeugend war die reale Schnittleistung. Äste bis 3,2 cm durchtrennte die GPS201 in unserem Test problemlos und sauber. Bei rund 4 cm war dagegen Schluss. Damit erfüllt sie ihren Zweck als Bindeglied zwischen manueller Gartenschere und kleiner Astsäge ziemlich genau.
Die zwei Klingenöffnungen sind dabei mehr als ein technisches Extra: Der 28-mm-Modus beschleunigt Arbeiten an dünneren Ästen spürbar, während der größere Modus ausreichend Reserven für kräftigeres Holz bietet. Hinzu kommen eine solide Verarbeitung, ein griffiger Griff und sinnvolle Sicherheitsmechanismen.
Das Gewicht von rund 1,5 kg ist bei längeren Arbeiten durchaus spürbar. Im Gegenzug übernimmt der Motor jedoch praktisch die gesamte eigentliche Schneidarbeit.
Da die GPS201 aktuell noch nicht regulär erhältlich ist, lässt sich das Preis-Leistungs-Verhältnis noch nicht abschließend beurteilen. Technisch hinterließ die Gartenschere in unserem Test jedoch bereits einen überzeugenden Eindruck.

Sehr schnelle und saubere Schnitte
Hohe Schnittleistung bis über 3 cm
Zwei sinnvoll abgestufte Klingenöffnungen
Guter, gummierter Griff
Sinnvoller Sicherheitsmechanismen
Ladestandsanzeige direkt am Akku
Schnelle Akkuladung
Rund 1,5 kg Gewicht bei längeren Arbeiten spürbar
Bei etwa 4 cm Aststärke im Test überfordert
Leichtes Summen der Kühlung während des Betriebs
Preis derzeit noch nicht bekannt