Der DJI ROMO P im TEST: Gewagtes Design, Solide Leistung
Aus der LUFT auf den BODEN - Läuft bei DJI
Mit dem DJI ROMO P ist eines ganz klar gelungen - Sich Aufmerksamkeit am Markt zu verschaffen. Dank des nie dagewesenen Designs ist nun bekannt - DJI ist bereit am Saugrobotermarkt anzugreifen. Wie gut das bereits gelingt konnten wir in einem mehrwöchigen Test herausfinden. Die offensichtliche Frage war also: "Kann ein Drohnenspezialist bereits im ersten Anlauf einen Spitzen-Saugroboter bauen?"
Auf dem Papier sieht die Antwort vielversprechend aus. Der ROMO P kombiniert 25.000 Pa Saugleistung mit präziser Hinderniserkennung, rotierenden Wischpads und einer hochautomatisierten Reinigungsstation. Auffallend ist natürlich das transparente Design, das seine Technik bewusst sichtbar macht, statt sie zu verstecken. Doch beeindruckende Daten bedeuten nicht automatisch makellos saubere Böden. Wir haben geprüft, wie gut sich der ROMO P in echten Wohnräumen zurechtfindet, wie effektiv er Schmutz und Haare entfernt und ob sein hoher Preis tatsächlich gerechtfertigt ist.

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Design und Verarbeitung
Beim ersten Auspacken wird sofort klar: Der DJI ROMO P will gar nicht erst so tun, als wäre er ein unauffälliger Haushaltshelfer. Roboter und Station setzen auf ein vollständig transparentes Gehäuse.




Im Alltag hat dieses Design einen ganz praktischen Nebeneffekt. Man erkennt schneller, wo sich Schmutz sammelt und ob ein Behälter oder Filter Aufmerksamkeit braucht. Gerade bei einem Saug- und Wischroboter mit Absaugstation ist das nicht nur Spielerei. Es hilft dabei, die Wartung besser im Blick zu behalten. Ein weiterer Vorteil ist die direkte Beschriftung im Gehäuse, die die Funktionen der Buttons verrät.


Gleichzeitig ist der Look natürlich Geschmackssache. In einer modernen Wohnung kann das Teil wie ein Designobjekt wirken. Zwischen rustikalem Holz und Landhausdeko fällt es dagegen eher auf als ein klassischer weißer oder schwarzer Roboter. Meine Frau fand das Teil auf den Bildern anfangs sehr schräg und eher unpassend für unsere Wohnung, vor Ort war es dann so fancy, dass wir auch weiterhin im Einsatz behalten.
Die Verarbeitung macht insgesamt einen überzeugenden Eindruck. Nichts klappert, nichts wirkt billig und das Gesamtpaket passt zum technischen Anspruch des Geräts. Dass DJI hier auch auf Navigation mit binokularen Fischaugensensoren und Weitwinkel-Festkörper-LiDAR setzt, unterstreicht den Hightech-Charakter sichtbar und nicht nur auf dem Datenblatt. Passend dazu ist die Navigation im Testumfeld anderer Blogger mit Note 1,1 bewertet worden, was sich mit unseren Beobachtungen deckt. Das ist zwar kein direkter Verarbeitungswert, zeigt aber, dass hinter der auffälligen Hülle auch ein ernsthaft durchdachtes System steckt.
Ein paar kleine Schönheitsfehler gibt es trotzdem. Das schwarze Stromkabel der Station wirkt neben dem transparenten Aufbau zu dominant. Das ist kein Drama, aber optisch eben nicht ganz sauber zu Ende gedacht. Außerdem bleibt die Frage offen, wie das transparente Gehäuse nach Monaten oder Jahren aussieht. Kratzer, Staubspuren oder Vergilbung kann ich auf Basis der bisherigen Nutzung noch nicht seriös bewerten. Nach drei Wochen im Einsatz, sieht es aber immer noch blendend aus.
Mit 351 × 351 × 98 mm ist der Roboter etwas flacher als viele Modelle mit klassischem LiDAR-Turm. Wunder sollte man aber nicht erwarten. Die Höhe von 9,8 cm hilft unter manchen Möbeln, macht den ROMO P aber nicht automatisch zum Spezialisten für besonders niedrige Sofas oder Sideboards. Unterm Strich bleibt für mich ein stark verarbeitetes Gerät mit eigenständigem Look, das bewusst polarisiert statt sich wegzuducken.

Navigation und Hinderniserkennung
Wie zuvor erwähnt, zeigt sich der DJI ROMO P ohne Diskussion von seiner besten Seite im Bereich Navigation. Im Alltag wirkt der Roboter erstaunlich sortiert. Er zieht keine nervösen Zufallskreise durchs Wohnzimmer, sondern fährt in ruhigen und logisch aufgebauten Bahnen und ist dabei relativ zügig. Die Reinigung wirkt planvoll und nicht wie ein kleines Technikchaos auf Rädern.
In der Praxis bewirken die Fischaugensensoren und der Weitwinkel-LiDAR vor allem eins: Der ROMO P erstellt sehr genaue Karten und bewegt sich sicher durch die Wohnung. Vor allem fährt er sehr nah an Möbel und Wände heran, ohne ständig anzustoßen. Das sieht nicht nur souverän aus, sondern verbessert auch die Randreinigung.

Besonders stark ist die Hinderniserkennung. Im Testparcours wurden 100 Prozent der Objekte umfahren. Das ist ein Wert, der im Alltag wirklich etwas bedeutet, nämlich weniger Vorarbeit. Eng stehende Stuhlbeine, Freischwinger, Schuhe, Socken, Legosteine, Kabel und sogar simulierte Tierkacki wurden sehr zuverlässig erkannt. Gerade Kabel sind bei vielen Robotern ja so etwas wie die klassische Bananenschale. Hier bleibt der ROMO P erfreulich cool. Laut technischen Angaben erkennt er Kabel ab 2 mm Durchmesser und Hindernisse ab 15 mm Höhe unter geeigneten Bedingungen, was ich im Test bestätigen konnte.
Praktisch ist auch die LED-Beleuchtung in dunkleren Bereichen. Die kamerabasierte Erkennung bekommt damit Unterstützung, wenn es unter Möbeln oder in weniger gut ausgeleuchteten Ecken knifflig wird. Das hilft, damit die Orientierung nicht schon am Schattenwurf einer Kommode scheitert.

Ganz perfekt ist das System aber nicht. Eine bekannte Einschränkung zeigte sich bei der Teppicherkennung. Ein Teppich wurde zunächst nicht vollständig erkannt und deshalb teilweise ausgelassen. Nach einer erneuten Erfassung funktionierte die Reinigung dann korrekt. Dazu kommt ein generelles Thema visueller Navigation: stark spiegelnde oder reflektierende Oberflächen können solche Systeme irritieren. Das ist kein Exklusivproblem des ROMO P, gehört zur ehrlichen Einordnung aber dazu.
Unterm Strich ist die Navigation für mich die größte Stärke des neuen DJI Roboters. Vielleicht konnte man von den guten Drohnen einiges aus den Karten-Daten fürs Training rausholen.
Saugleistung im Test
Bei der Saugleistung des DJI ROMO P muss man zwei Wahrheiten gleichzeitig stehen lassen. Im Alltag macht der Roboter einen überwiegend guten Job. Krümel, Staub, Tierhaare, Kaninchenstreu und auch gröbere Verschmutzungen nimmt er zuverlässig mit. Gerade auf Hartboden wirkt das Ergebnis überzeugend. Dort spielt ihm auch seine ruhige Navigation in die Karten, weil er Flächen sauber und systematisch abarbeitet statt hektisch irgendwo vorbeizuschrammen.
Spannend wird es beim Blick auf die große Zahl, mit der DJI wirbt. 25.000 Pa klingt nach brachialer Saugpower. Nur sagt dieser Wert allein noch nicht, wie gut ein Roboter feinen Staub unter standardisierten Bedingungen wirklich aufnimmt. Genau da wird das Bild etwas nüchterner. Im reproduzierbaren Labortest von CHIP lag die Staubaufnahme auf der niedrigsten Stufe bei 31,1 Prozent und auf der höchsten Stufe bei 61,2 Prozent. Die maximale Saugleistung wurde mit Note 3,1 bewertet. Das ist nicht schlecht, aber eben auch nicht die Art von Dominanz, die man nach so einer beeindruckenden Pascal-Zahl vielleicht erwarten würde. Im Alltag in unserer Wohnung mit 80% Hartboden und zwei Teppichen konnte ich jedoch nichts aussetzen. Es blieben keine Krümel am Boden zurück, Teppiche waren gut gesaugt im Anschluss an jede Fahrt. Im Härtetest wurden die verteilten Krümel nahezu vollständig aufgenommen. Das passt dazu, dass der Roboter haarähnliche Verschmutzungen ebenfalls gut beherrscht. Im Test wurden sogar 10 von 10 Hundehaarknäuel auf Hochflorteppich eingesammelt. Mein Fazit also - Volle Zufriedenheit im Alltag.

Teppiche werden zuverlässig automatisch erkannt und Wischpads angehoben, was für Kurz- und Mittelflorteppiche ausreicht, bei Hochflorteppichen jedoch nicht ganz aufgeht. Im Vergleich zur Saugroboter-Elite fehlt dem ROMO hier ein Feature - Das Ablegen der Wischpads in der Station, um Teppiche generell nicht zu befeuchten. Wer viele Teppiche dieser Art hat, sollte sich mal bei Dreame's oder Mova's Topmodellen umschauen. Und noch ein Hinweis: Die Wischscheiben (nicht die Mopps) sind fest verbaut und können nicht abmontiert werden.

Praktisch bedeutet das: Der ROMO P ist weder Blender, noch das ultimative Staubmonster. Bei alltäglichem Schmutz funktioniert er sehr gut. Vor allem gröbere Partikel und typische Wohnungsverschmutzung packt er zuverlässig an. Wenn es dagegen um die reine, streng standardisierte Feinstaubaufnahme geht, landet er eher im durchschnittlichen Bereich. Das ist ein wichtiger Unterschied, weil Laborwerte und Wohnalltag eben nicht dasselbe sind. Und Letzteres ist natürlich entscheidend... Mein Eindruck nach Abgleich der Daten ist deshalb recht klar: Im Alltag saugt der ROMO P besser, als es die vorsichtigen Laborwerte vermuten lassen.



Haare und Tierhaare
Bei Haaren zeigt der DJI ROMO P eine der Eigenschaften, die im Alltag wirklich Gold wert sind: DJI setzt auf zwei gegenläufig arbeitende Hauptbürsten, die Haarverwicklungen reduzieren. Wer schon einmal regelmäßig lange Haare aus einer festgewickelten Bürstenrolle gepult hat, weiß, dass jedes vermiedene Knäuel ein kleiner Sieg des Alltags ist.
Spannend ist, dass DJI gleich zwei unterschiedliche Bürsten beilegt. Es gibt eine reine Gummibürste, die vor allem auf Haare und einen wartungsarmen Betrieb zielt. Dazu kommt eine Hybridbürste aus Gummi und Borsten, die auf Teppich etwas tiefer arbeiten soll. Das ist eine sinnvolle Lösung, weil sich damit die Reinigung besser an den eigenen Wohnstil anpassen lässt. In einer Wohnung mit viel Fell, Haaren und glatten Böden würde ich die Gummibürste als besonders passend sehen. Wer mehr Teppich hat, profitiert vom zweiten Aufsatz.


Die gute Haarknäuelaufnahme habe ich oben bereits angesprochen. Noch aussagekräftiger ist der Härtetest mit langen Haaren: Bei einem Test mit bis zu 25 cm langen Haaren blieben am Ende nur zwei Haare an der Walze hängen. Das ist für diese Disziplin bemerkenswert wenig.
Praktisch bedeutet das: Der ROMO P eignet sich besonders gut für Haushalte mit langen Haaren oder Haustieren, weil das Bürstenkonzept und Reinigungsleistung hier sinnvoll zusammenspielen. Haare werden zuverlässig aufgenommen und die Bürsten bleiben vergleichsweise frei. Das spart Wartungszeit. Unterm Strich gehört der ROMO P damit für mich zu den angenehm unkomplizierten Modellen.

Ecken- und Kantenreinigung
Bei der Reinigung entlang von Wänden zeigt der DJI ROMO P ziemlich eindrucksvoll was seine ausfahrbaren Komponenten leisten können. Die Seitenbürste schiebt sich bei Bedarf nach außen und holt Krümel selbst aus Bereichen heraus die viele runde Saugroboter gerne ignorieren. Auch der rechte Wischmopp fährt seitlich aus und wischt dadurch auffallend nah an Sockelleisten und Möbeln entlang.
Im Test blieb zwischen Roboter und Wand teilweise nur ein Abstand von etwa einem Millimeter. Das ist nicht nur auf dem Papier stark. Gerade in der Küche oder im Essbereich sammelt sich Schmutz bevorzugt dort wo Boden und Wand aufeinandertreffen. Der ROMO P fährt diese Bereiche sehr konsequent ab und hinterlässt entlang gerader Kanten kaum sichtbare Rückstände.


Auch unser Eckentest fiel sehr überzeugend aus. Alle zehn verteilten Testpartikel wurden aufgenommen. Das klingt zunächst nach einer perfekten Vorstellung. Ganz so makellos ist das Ergebnis bei Ecken aber nicht. Die runden Bürsten und Wischpads können die runde Bauform nicht vollständig nivellieren. Dieses Problem betrifft allerdings fast alle Saugroboter am Markt.
In der Praxis bedeutet das: Entlang gerader Wände gehört der ROMO P zu den stärksten Geräten die wir bisher erlebt haben. Offene Ecken werden gründlich gereinigt. Hat es sich ein Krümel jedoch im tiefsten Winkel zwischen zwei Wänden bequem gemacht, muss er nichts fürchten - Das werden folgende Generationen hoffentlich klären (Seltsamerweise hatte ich direkt eine kurze Anwandlung von Mitleid mit dem Krümel 😅).
Unterm Strich ist die Ecken- und Kantenreinigung eine klare Stärke des DJI ROMO P. Perfekt ist sie konstruktionsbedingt nicht. Im Alltag fällt das aber deutlich weniger ins Gewicht als bei vielen anderen runden Saugrobotern.
Wischleistung
Beim Wischen setzt der DJI ROMO P auf die bewährten zwei rotierenden Pads, die mit leichtem Druck über den Boden gleiten. Das System hat Vor- und Nachteile zu Saugrobotern mit Walze. Ich selbst ziehe es der Wischrolle auf leicht unebenen Fliesen mit etwas breiteren Fugen vor, insbesondere wegen der tieferen Reinigung dank der längeren Zotteln.
Wie man am Boden erkennen kann, fällt die Wasserverteilung gleichmäßig aus und lässt sich passend zum Boden regulieren. Dadurch bleibt weder eine trockene Spur zurück noch verwandelt sich der Wohnzimmerboden in ein Pfütze.


Bei normalem Alltagsschmutz macht der ROMO P einen guten Job. Leichte Flecken und frische Spritzer verschwinden meist ohne größere Diskussion. Im Test kann ich der Wischleistung eine gute Bewertung geben. Eingetrocknete Kaffee- und Espressoflecken wurden weitgehend entfernt. Teilweise blieben jedoch leichte Rückstände sichtbar. Hilfreich ist es in der App den Modus zu wählen, in dem zuerst mit Reinigungsmittel gewischt und dann nachträglich nochmal mit Wasser durchgewischt wird. Das Ergebnis war auch nach mehreren Tagen ohne Wischen überzeugend.
Bei hartnäckigen Flecken, wie sie unter dem Babystuhl unserer Tochter zuhauf zu finden sind, braucht der Roboter mehrere Anläufe. Im Härtetest war angetrockneter Kaffee und Ketchup erst nach vier Durchgängen vollständig gelöst. Beim ersten Durchlauf wurden stärkere Verschmutzungen teilweise zunächst verteilt. Das gehört bei rotierenden Wischpads aber leider zum typischen Verhalten, löst sich aber wie gesagt mit mehrmaligem Wischen auf...
Moderne Wischwalzen sind hier oft im Vorteil. Sie erzeugen mehr mechanischen Druck und nehmen den gelösten Schmutz zum Teil mit Absaugung kontinuierlich auf. Der ROMO P braucht hingegen zwei, drei Fahrten.
Clever ist seine Reaktion auf starke oder flüssige Verschmutzungen. Der Roboter kann die Hauptbürste anheben damit Flüssigkeit nicht über die Walze aufgenommen und anschließend im Raum verteilt wird. Sind die Wischpads zu stark verschmutzt fährt er selbstständig zur Station zurück. Dort werden die Pads gereinigt bevor er seine Arbeit an der unterbrochenen Stelle fortsetzt.

Unterm Strich eignet sich die Wischfunktion sehr gut für die tägliche Bodenpflege. Staubfilme, leichte Flecken und frische Verschmutzungen verschwinden zuverlässig. Bei stark eingetrockneten Rückständen gehört der ROMO P allerdings nicht zur absoluten Spitze. Hier sind mehrere Durchgänge nötig oder am Ende doch ein Saugwischer bzw. der gute alte Wischmopp gefragt.
Reinigungs- und Absaugstation
Die Basisstation des DJI ROMO P übernimmt fast alles was nach der eigentlichen Bodenreinigung anfällt. Sie entleert den 260 Milliliter großen Staubbehälter des Roboters und füllt seinen Wassertank wieder auf. Außerdem wäscht sie die beiden Wischpads und trocknet sie anschließend mit Warmluft. Im Alltag reduziert sich die Arbeit dadurch meist auf das Nachfüllen von Frischwasser und das Entleeren des Schmutzwassertanks.
Mit vier Litern Frischwasser und 3,2 Litern Kapazität für Schmutzwasser sind die Behälter ausreichend groß dimensioniert. Der Staub landet in einem 2,4 Liter großen Beutel. Ganz ohne Handarbeit kommt aber auch diese Premiumstation nicht aus. Wasserbehälter und Staubbeutel müssen regelmäßig kontrolliert werden. Verschleißteile wechseln sich ebenfalls nicht von allein. Die App liefert hierzu hilfreiche Erinnerungen.
Besonders gründlich fällt die Selbstreinigung aus. Hochdruck-Wasserstrahlen spülen die Stationswanne und lösen Haare sowie Schmutz. Anschließend werden die Rückstände durch eine große Öffnung in den Schmutzwassertank abgesaugt. In unserem Test blieb der Waschbereich dadurch erfreulich sauber. Das ist ein echter Vorteil gegenüber Stationen bei denen sich nach einigen Wochen eine kleine biologische Forschungsstation im Bodenbereich entwickelt.


Das P-Modell bringt zudem einige Extras mit. Dazu zählen die UV-Behandlung des Staubbeutels und die Trocknung der Staubbox, wie wir sie bereits von Narwal kennen. Reinigungsmittel wird automatisch dosiert. Für einen Boden-Geruchsentferner gibt es ein separates Fach.
Die beworbenen 200 wartungsfreien Tage sollte man allerdings nicht zu wörtlich nehmen. Die Angabe bezieht sich nur auf das Waschbrett der Station und nicht auf das gesamte System. Auch die genaue Waschtemperatur lässt sich nicht eindeutig beziffern. Je nach Messung werden Werte zwischen 60 und 75 Grad genannt.
Unterm Strich gehört die Station zu den komfortabelsten Teilen des ROMO P. Sie nimmt dem Nutzer viel Arbeit ab und bleibt vergleichsweise sauber. Komplett wartungsfrei ist sie aber natürlich nicht.

Praktisch ist beim Romo P auch der Zugang an der Rückseite zum Staubbehälter, der auch ab und an kontrolliert werden sollte. Die Lösung von DJI ist simpel und staubarm (siehe nachfolgende Bilder).


Lautstärke und Akku
Beim Thema Lautstärke zeigt sich der DJI ROMO P angenehm zurückhaltend. Während viele leistungsstarke Saugroboter spätestens auf hoher Stufe klingen als würde ein kleiner Staubsauger durchs Wohnzimmer starten bleibt der ROMO P vergleichsweise dezent. DJI nennt rund 56 dBA beim Saugen und Wischen. Das passt gut zum Eindruck im Alltag. Gespräche oder der Fernseher werden dadurch kaum gestört.
Natürlich wird der Roboter auf höheren Leistungsstufen hörbarer. Unangenehm laut wird er dabei aber nicht. Die Abstimmung wirkt insgesamt sehr alltagstauglich. Wer den ROMO P während des Homeoffice oder am Abend laufen lassen möchte muss nicht automatisch in den nächsten Raum flüchten.

Deutlich kräftiger meldet sich die Station bei der automatischen Staubentleerung. Hier nennt DJI etwa 65 dBA. Der Vorgang dauert allerdings nur kurz. Ein mehrstufiges System zur Geräuschreduzierung soll den Lärm zusätzlich dämpfen. Flüsterleise ist die Absaugung zwar nicht, aber im akzeptablen Bereich. Wer natürlich gerade sein Baby zum Schlafen gebracht hat sollte den Vorgang besser zeitlich verschieben (ich spreche aus Erfahrung) .
Beim Trocknen der Wischpads hält sich die Station mit etwa 40 dBA wieder angenehm im Hintergrund. Das ist wichtig weil der Trocknungsvorgang deutlich länger läuft als die eigentliche Absaugung.
Auch beim Akku gibt sich der ROMO P ausdauernd. Mit seinem 5.000-mAh-Akku sind bei moderater Leistung ungefähr drei Stunden Laufzeit realistisch. Für die meisten Wohnungen reicht das problemlos aus. Größere Flächen schafft er ebenfalls ohne Stress. Sollte die Energie doch einmal knapp werden fährt der Roboter selbstständig zur Station zurück und lädt nach. Anschließend setzt er die Reinigung an der unterbrochenen Stelle fort.
Unterm Strich gehört die geringe Lautstärke zu den klaren Stärken des ROMO P. Auch die Akkulaufzeit passt gut zum Premiumanspruch.
Einrichtung und App
Die Einrichtung des DJI ROMO P läuft über die DJI Home App und geht angenehm unkompliziert von der Hand. Einzig der Fakt, das DJI, wie auch bei den Drohnen, die App nicht über den Play / App Store anbietet, macht mich jedes Mal stutzig. Am Ende siegt meistens der Gedanke: "Wird schon nichts passieren" 😝. Nach der Verbindung mit dem WLAN führt die Anwendung Schritt für Schritt durch den Start. Auffällig ist dabei, dass es zahlreiche Hilfestellungen und Erklärungen für die Funktionen gibt.



Die erste Kartierung erledigt der Roboter erfreulich schnell. Für eine Fläche von rund 70 Quadratmetern benötigt er etwa zehn Minuten. Dabei entsteht eine präzise Karte die sich anschließend direkt bearbeiten lässt. Räume können getrennt und umbenannt werden. Auch mehrere Etagen lassen sich speichern.

Beim Funktionsumfang zeigt sich die App großzügig. Virtuelle Wände und Sperrzonen sind ebenso vorhanden wie separate Bereiche für Saug- oder Wischverbote. Für jeden Raum lassen sich Saugkraft und Wassermenge individuell festlegen. Zusätzlich können Reinigungsreihenfolgen und Wiederholungen geplant werden. So bekommt die Küche bei Bedarf zwei Durchgänge während das selten genutzte Schlafzimmer mit einer schnellen Runde davonkommt.
Über das Live-Kamerabild lässt sich der ROMO P aus der Ferne steuern. Zwei-Wege-Audio ist ebenfalls an Bord. Damit kann man unterwegs nachsehen ob zu Hause alles in Ordnung ist oder den Roboter gezielt in einen bestimmten Bereich schicken. Wartungshinweise und einstellbare Ruhezeiten runden das Paket ab.
Ganz fehlerfrei wirkt die Software allerdings noch nicht. Einzelne Übersetzungen klingen etwas holprig und manche Menüs könnten übersichtlicher aufgebaut sein. Eine 3D-Karte fehlt ebenfalls. Zum Testzeitpunkt gab es zudem keine vollwertige Integration in Alexa, Google Home, Siri oder Matter (Update: Matter ist inzwischen verfügbar). Der integrierte Sprachassistent verstand nur Chinesisch und Englisch.
Unterm Strich bietet die App aber viele Funktionen und bleibt dabei weitgehend verständlich. Beim Feinschliff und bei der Smart-Home-Anbindung hat DJI noch Luft nach oben.
Datenschutz und Sicherheit
Die Live-Kamera ist praktisch wenn man unterwegs nach dem Rechten sehen möchte. Dank Zwei-Wege-Kommunikation lässt sich der ROMO P sogar als mobiler Wachposten nutzen. Genau das macht die Funktion aber auch sicherheitsrelevant.
Eine kritische Schwachstelle in der MQTT-Berechtigungsprüfung konnte potenziell den Zugriff auf fremde Geräte ermöglichen. DJI schloss die zentrale Lücke nach eigenen Angaben am 8. und 10. Februar 2026 durch serverseitige Updates. Weitere weniger schwerwiegende Schwachstellen könnten dennoch bestehen.
Wir würden die Kamera deshalb nur bewusst aktivieren und Updates immer zeitnah installieren. Die Nutzung der Kamera selbst wird per Passwort geschützt, sodass Fremde diese nicht per Smartphone aktivieren können. Der Roboter vermeldet dann die Aktivierung des Fernvideo-Modus. Die Live-Ansicht ist ein nützliches Extra, das inzwischen die meisten heimischen Roboter beherrschen, aber eben immer auch ein sicherheitskritisches Feature, denn eine lückenlose IT-Sicherheitsinfrastruktur gibt es schlicht nicht.

Preis-Leistungs-Verhältnis
Mit einer ursprünglichen UVP von 1.899 Euro positionierte sich der ROMO P zu Beginn klar in der Premiumklasse. Günstig ist anders. Seit dem Start Ende letzten Jahres hat sich allerdings einiges getan - Inzwischen ist Gerät schon ab 900 Euro zu erhalten und das ist auch deutlich realistischer in Anbetracht der Features und dem aktuellen Markt. Klar muss sein, hier zahlt man auch für das Design. DJI muss sich bei einem transparentem Chassis deutlich mehr um ein aufgeräumtes Inneres kümmern, als vergleichbare Konkurrenten, was den Herstellungsaufwand erhöht. Deutlich günstiger sind entsprechend die abgestuften Varianten ROMO A und ROMO S, die entweder teilweise transparent (nur der Roboter) oder komplett verdeckt sind.
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Der DJI ROMO P im Herstellershop: Zum Kauf
Navigation, Saugleistung und Bürstensystem sind bei ROMO S, ROMO A und ROMO P weitgehend identisch. Der Aufpreis entfällt vor allem auf das transparente Design sowie UV-Funktion, Geruchsentferner und zusätzliche Hygienefunktionen der Station. Kein großer Beinbruch.
Technisch ist der ROMO P stark. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet er aber nicht. Wer auf die Extras verzichten kann findet bei den günstigeren Varianten möglicherweise das vernünftigere Gesamtpaket. Entscheidend bleibt der aktuelle Straßenpreis...
Zu beachten sind natürlich auch die Preise für Ersatzteile, die man hier findet. In Summe sind die Preise durchschnittlich und vergleichbar mit Original-Ersatzteilen anderer Hersteller in dieser Klasse.

Fazit zum DJI ROMO P
Der DJI ROMO P ist für mich vor allem ein hervorragender Navigations- und Komfortroboter mit futuristischem Design. Seine größte Stärke ist nicht die hervorgehobene Pascal-Zahl, sondern die Art, wie sicher und intelligent er sich durch die Wohnung bewegt. Die Kartierung ist präzise, Hindernisse erkennt er zuverlässig und auch in verwinkelten Räumen arbeitet er angenehm souverän. Gerade in Haushalten mit Kabeln, Schuhen, Stuhlbeinen oder Haustier-Zubehör ist das im Alltag mehr wert als reine Leistungsversprechen.
Bei der Reinigung zeigt sich ein gemischtes, insgesamt aber gutes Bild. Auf Hartböden saugt der ROMO P gründlich, an Kanten tiefgehend und bei Haaren erfreulich verwicklungsfrei. Auch die Wischfunktion taugt für den täglichen Einsatz, insbesondere die Kombi mit Reinigungsmittel und Geruchsentferner hinterlässt einen guten Eindruck beim täglichen Nachhausekommen. Hartnäckige Flecken brauchen aber mehrere Durchgänge. Das ist bei Saugrobotern dieser Klasse jedoch nichts neues.
Sehr gelungen ist die Station. Sie nimmt dem Nutzer viel Arbeit ab, entleert den Staubbehälter, reinigt die Wischpads und hält den Wartungsaufwand niedrig. Dazu kommen Extras wie UV-Funktion und Geruchsentfernung. Das ist komfortabel, kostet aber auch. Denn der Preis liegt spürbar über den einfacheren ROMO-Modellen. Außerdem sollte man die Kamera- und Cloudfunktionen nüchtern betrachten, wenn Datenschutz ein sensibles Thema ist.
Unterm Strich passt der DJI ROMO P besonders gut zu Haushalten mit viel Hartboden, Haaren, Tieren und Hindernissen. Wer maximale Teppichpower oder das beste Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, findet eher Alternativen. Wer dagegen einen leisen, cleveren und angenehm wartungsarmen Alltagshelfer will, bekommt hier ein leistungsfähiges Gesamtpaket der besonderen Art.
Sehr starke Navigation, Kartierung und Hinderniserkennung
Gute Reinigung auf Hartböden
Gründliche Kantenreinigung
Sehr gute Haar- und Tierhaaraufnahme mit wenigen Verwicklungen
Leiser Betrieb
Komfortable Reinigungsstation
Umfangreiche App mit Live-Kamera und Zwei-Wege-Audio
Auffälliges transparentes Design und schickes Interieur
Hartnäckige Flecken brauchen mehrere Wischdurchgänge
Keine automatische Moppablage für Hochflorteppiche
Begrenzte Sprachintegration
Datenschutzfragen durch Kamera und Cloud
Hoher Preis und klarer Aufpreis gegenüber ROMO S und A
Kaufen könnt Ihr das Gerät u.a. bei Amazon:
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