DREO TurboPoly 765S im Test: Smarter 3D-Ventilator für frischen Wind im ganzen Raum
Frischer Wind in alle Richtungen – der DREO TurboPoly 765S dreht auf
Ein Ventilator für knapp 200 Euro muss schon mehr können, als einfach nur Luft von A nach B zu schieben. Genau hier setzt der DREO TurboPoly 765S an: Mit horizontaler und vertikaler Oszillation soll er den Luftstrom dreidimensional im Raum verteilen, statt lediglich eine schmale Schneise vor dem Gerät zu erzeugen. Laut Hersteller bewegt er dabei bis zu 1.500 CFM und erreicht eine Distanz von bis zu 120 Fuß beziehungsweise rund 36 Metern, was schonmal aufhorchen lässt. Dazu kommen zwölf Geschwindigkeitsstufen, sechs Modi, App-Steuerung, MotionSync und Matter-Unterstützung. Perfekt um etwas Frische ins Smart Home zu bringen.

Auf dem Papier klingt das nach einem ziemlich ambitionierten Gesamtpaket. Gleichzeitig stellt sich bei einem Ventilator dieser Preisklasse natürlich die Frage, ob die zahlreichen Extras im Alltag tatsächlich einen Mehrwert bieten oder nur für eine besonders lange Ausstattungsliste sorgen. Genau das habe ich mir im Test genauer angesehen – von Luftleistung und Lautstärke bis hin zur Bedienung und Smart-Home-Integration.
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Design und Handhabung
Der DREO TurboPoly 765S ist gut verpackt und wird in wenigen Einzelteilen geliefert. Neben Ventilatorkopf, Standfuß und Stangen liegen ein separater Tischständer, Netzteil, Fernbedienung samt Halterung, Batterien und die nötige Schraube bei. Der Aufbau ist entsprechend unkompliziert und innerhalb weniger Minuten erledigt. Positiv fällt dabei der beschwerte Standfuß auf: Trotz des vergleichsweise schlanken Aufbaus steht der Ventilator stabil und gerät auch bei schneller Oszillation nicht ins Wanken.


Mit einer Höhe von rund 99 bis 112 Zentimetern lässt sich der 765S gut neben Bett, Sofa oder Schreibtisch positionieren. Für den Einsatz auf einem Tisch kann die obere Einheit vom Standrohr gelöst und auf den mitgelieferten Dreifuß gesetzt werden. Dann misst das Gerät noch etwa 49 Zentimeter. Die Umrüstung funktioniert problemlos, ist aber aufgrund der Verschraubung immer mit etwas Zeitaufwand verbunden. Ein schneller Klickmechanismus wäre komfortabler gewesen. Besser hätte ich zudem gefunden, das Stromkabel hätte am Sockel des Standfußes eingesteckt werden können. Das hätte den Einsteckmechanismus natürlich noch komplizierter gemacht.


Tipp: Der mitgelieferte Dreifuß für den Tisch wird laut Anleitung abgeschraubt, bevor man das Gerät auf den großen Standfuß steckt. Man kann den Tischfuß allerdings auch In der Öffnung mit einstecken. Dazu muss man die Scheibe in der Öffnung des Standfußes leicht am äußeren Rand drücken und kann sie dann entnehmen. Danach passt der Tischfuß mit in die Öffnung des Standfußes und kann so geordnet aufbewahrt werden und man spart sich den lästigen Umbau.
Die Verarbeitung hinterlässt insgesamt einen ordentlichen Eindruck, auch wenn überwiegend Kunststoff zum Einsatz kommt. Dieser ist matt und schimmert leicht bläulich, mit grauen Nuancen, was durch aus edel und hochwertig aussieht. Das LED-Display ist mittig integriert und dadurch zu jeder Zeit gut sichtbar. Insgesamt fügt sich das Gerät gut in ein modernes Wohnambiente.




Dank des geringen Gewichts lässt sich der Ventilator leicht zwischen verschiedenen Räumen transportieren. Dafür kann man ihn hinten am Gehäuse gut greifen und tragen. Auf einen Akku muss man im Paket verzichten: Der 765S benötigt dauerhaft eine Steckdose, was bei der Platzierung berücksichtigt werden sollte.
Viel Luft, wenig Lärm? So schlägt sich der TurboPoly 765S im Alltag
Die eigentliche Stärke des DREO TurboPoly 765S liegt nicht allein in seiner hohen Luftleistung, sondern vor allem darin, wie flexibel er diese im Raum verteilt. Statt lediglich von links nach rechts zu schwenken, bewegt sich der Ventilatorkopf horizontal um bis zu 150 Grad und vertikal um bis zu 100 Grad - Dreo nennt es dreidimensionale Oszillation. Richtet man den Luftstrom gegen eine Wand oder zur Decke, verteilt sich die bewegte Luft deutlich gleichmäßiger im Raum. Dadurch kann der Luftstrom nicht nur gezielt auf Personen gerichtet, sondern großflächig im Raum verteilt werden.
Die geförderte Luftzirkulation ist in Kombination mit Klimaanlagen eine echte Bereicherung, um die Kühle Luft im Raum optimal zu verteilen. Für mich ergab sich noch ein konkreter Vorteil - Mein Schlafzimmer im Dachgeschoss hat leider keinen Balkon, allerdings das Nachbarzimmer. Von dort konnte ich Nachts dann kühle Luft direkt durchs Schlafzimmerfenster pusten und den Raum bei hoher Stufe so innerhalb von einer Stunde im Test von 27 Grad auf 22 Grad runterkühlen (bei Außentemperaturen von 18 Grad) und dann sanft über die Nacht weiterlaufen lassen - Erholsamer Schlaf gerettet. Der nach oben gerichtete Luftstrom war besonders von Vorteil, so konnte ich die kühle Luft nach oben ins Zimmer pusten und dadurch die Warme Luft aus dem Raum verdrängen, die sich sonst lange unter der Decke hält.
Durch die großflächige 3D-Luftzirkulation sind zusammenfassend folgende Einsatzmöglichkeiten denkbar:
Verteilung kühler Außenluft nach dem Lüften
Unterstützung einer Klimaanlage
Umwälzung warmer Luft im Winter
schnelleres Trocknen von Wäsche
gleichmäßige Belüftung größerer Räume
Bitte beachten: Ein Ventilator senkt die Raumtemperatur nicht aktiv. Er sorgt vielmehr dafür, dass sich die Luft bewegt und die Verdunstung auf der Haut zunimmt. Dadurch fühlt sich die Umgebung spürbar angenehmer an. Besonders im Schlafzimmer, Büro oder Wohnzimmer spielt der 765S diese Stärke aus.
Zur Luftleistung selbst: Gerade auf den mittleren der insgesamt zwölf Geschwindigkeitsstufen liefert der 765S bereits ordentlich Leistung. Für den Einsatz am Schreibtisch oder neben dem Sofa reichen meist die unteren bis mittleren Stufen aus. Wer dagegen möglichst schnell frische Luft aus einem geöffneten Fenster im Raum verteilen möchte, kann auf die höheren Stufen oder den Boost-Modus zurückgreifen. DREO gibt eine maximale Luftmenge von 1.500 CFM und eine Reichweite von rund 36 Metern an. Solche Laborwerte lassen sich im Alltag nur schwer nachvollziehen, die kräftige Luftbewegung ist jedenfalls bei 5 Metern deutlich und auch auf 10 Meter hinweg gut spürbar, wie unser Test nachfolgend deutlich macht.

Ich würde die Stufen daher wie folgt einordnen: Einstellung | Typischer Einsatz | Geräusch |
|---|---|---|
Stufe 1–3 | Schlafzimmer, Nachtbetrieb | sehr leise |
Stufe 4–6 | Schreibtisch, Wohnzimmer | gut hörbar, aber unaufdringlich |
Stufe 7–12 | schnelle Raumlüftung | deutlich hörbar |
Turbo Boost | maximale Luftleistung | laut |
Die beworbenen 20 dB erreicht der Ventilator entsprechend nur auf der niedrigsten Leistungsstufe. Dort arbeitet er tatsächlich so zurückhaltend, dass er sich für das Schlafzimmer eignet. Mit zunehmender Leistung steigt die Lautstärke jedoch spürbar an. Auf den höchsten Stufen und besonders im Boost-Modus ist der 765S nicht mehr zu überhören. Das ist angesichts der hohen Luftleistung wenig überraschend, sollte aber bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden.
Neben der manuellen Einstellung stehen insgesamt sechs Betriebsarten (Modi) zur Verfügung. Im Nachtmodus reduziert der Ventilator die Leistung schrittweise, während der Naturmodus wechselnde Windstärken simuliert. Das wirkt grundsätzlich angenehmer als ein konstant starker Luftstrom, die regelmäßigen Änderungen können in ruhiger Umgebung jedoch auch etwas unruhig wirken.
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DREO TurboPoly 765S im Praxistest
Beim DREO TurboPoly 765S endet die Bedienung nicht an den Tasten auf dem Ventilatorkopf. Neben der klassischen Fernbedienung steht auch die DREO-App zur Verfügung, über die sich nahezu alle Funktionen deutlich genauer einstellen lassen. Dazu gehören nicht nur die zwölf Geschwindigkeitsstufen und sechs Betriebsarten, sondern auch die horizontale und vertikale Ausrichtung des Luftstroms.


Besonders praktisch ist die Möglichkeit, die Oszillationswinkel individuell festzulegen. Der Ventilator muss also nicht immer den kompletten Bereich von 150 Grad horizontal und 100 Grad vertikal abfahren. Stattdessen lässt sich beispielsweise nur der Bereich zwischen Sofa und Esstisch abdecken. Hierzu lassen sich unterschiedliche Stufen auswählen. Zudem können Positionen, Zeitpläne und temperaturabhängige Automationen in der App eingerichtet werden. Dafür ist zunächst kein Konto nötig, allerdings sind für "Gast-Nutzer" nicht alle Funktionen freigeschalten, sodass man im Zweifel doch ein DREO-Benutzerkonto anlegen muss.
Nachfolgend ein paar Bilder aus der App:




Ein besonderes Extra ist MotionSync. Dabei wird die Fernbedienung auf die gewünschte Position gerichtet und der Ventilatorkopf folgt dieser Ausrichtung. Das wirkt beim ersten Ausprobieren fast etwas spielerisch, erweist sich im Alltag aber durchaus als nützlich, um schnell die richtige Position zu finden, z.B. dann, wenn der Luftstrom schnell auf einen anderen Sitzplatz gelenkt werden soll.
Smarte Features und Matter
Für Smart-Home-Nutzer dürfte neben WLAN auch die Matter-Unterstützung interessant sein. Darüber lässt sich der TurboPoly 765S über verschiedene Wege in Apple Home, Google Home, Alexa oder Home Assistant einbinden und gemeinsam mit anderen Geräten automatisieren. Die grundlegenden Funktionen wie Geschwindigkeit und Oszillation stehen dort zur Verfügung. So kann man beispielsweise die Luftgeschwindigkeit und Zirkulation an die Anwesenheit im Raum anpassen.
Allerdings ersetzt Matter die DREO-App nicht vollständig. Präzise Winkel, MotionSync und einige Spezialfunktionen bleiben der Hersteller-App vorbehalten. Erweiterte Integrationen für Systeme wie Home Assistant bieten zwar mehr Einstellmöglichkeiten, greifen dafür teilweise auf die DREO-Cloud zurück, sodass keine vollständig "internetfreie" Lösung gegeben ist. Für einfache Routinen funktioniert Matter gut, wer sämtliche Details kontrollieren möchte, kommt an der App jedoch kaum vorbei.
Im Test habe ich das Gerät unkompliziert an Alexa koppeln können. Anschließend standen mir zahlreiche Sprachfunktionen zur Verfügung, die ihr in der nachfolgenden Ansicht sehen könnt.

Energieverbrauch und Einsatzmöglichkeiten
Trotz der hohen Luftleistung arbeitet der DREO TurboPoly 765S vergleichsweise sparsam. Im Normalmodus verbraucht das Gerät ca. 10-13 Watt. Im Test wurden im Standby mit aktiviertem Matter rund 0,7 Watt gemessen. Zehn Stunden Betrieb im Naturmodus auf etwa Stufe 3 inklusive Oszillation verbrauchten ungefähr 0,1 kWh. Selbst bei täglicher Nutzung über mehrere Stunden bleiben die Stromkosten damit überschaubar. Die folgende Tabelle soll die Kosten veranschaulichen:
Leistung | Laufzeit / Zeitraum | Stromverbrauch | Kosten bei 0,30 €/kWh |
|---|---|---|---|
10 W | 10 Stunden | 0,100 kWh | 3,0 Cent |
13 W | 10 Stunden | 0,130 kWh | 3,9 Cent |
10 W | 24 Stunden | 0,240 kWh | 7,2 Cent |
13 W | 24 Stunden | 0,312 kWh | 9,4 Cent |
10 W | 10 Stunden × 30 Tage | 3,000 kWh | 0,90 € |
13 W | 10 Stunden × 30 Tage | 3,900 kWh | 1,17 € |
Preis und Preis-Leistungs-Verhältnis
Mit einem Preis von durchschnittlich rund 190 Euro gehört der DREO TurboPoly 765S schon zur gehobenen Mittelklasse unter den Tisch- und Standventilatoren. Für die reine Luftbewegung gibt es deutlich günstigere Modelle, die ihren Zweck ebenfalls erfüllen. Der Aufpreis steckt daher weniger in der Grundfunktion als in der Kombination aus 3D-Oszillation, hoher Luftleistung, leisem Betrieb auf niedrigen Stufen und umfangreicher Smart-Home-Steuerung.
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Vor allem die 3D-Oszillation, das Display, die hohe Leistung und die vielseitigen Steuerungsmöglichkeiten inkl. Fernbedienung, WLAN und Matter heben den 765S von klassischen Standventilatoren deutlich ab. Auch die Möglichkeit, ihn wahlweise als Stand- oder Tischventilator zu nutzen, erhöht den praktischen Mehrwert. Allerdings sollte man diese Funktionen tatsächlich benötigen. Wer lediglich punktuell am Schreibtisch oder neben dem Bett für etwas Luftbewegung sorgen möchte, für den ist das Gerät hinsichtlich Leistung und Funktionen "überdimensioniert".
Der hohe Preis ist deshalb nicht uneingeschränkt gerechtfertigt, aber nachvollziehbar. Für Smart-Home-Nutzer und größere Räume bietet der TurboPoly 765S ein überzeugendes Gesamtpaket. Wer auf App, Matter und die flexible 3D-Luftverteilung verzichten kann, bezahlt dagegen für Funktionen mit, die im Alltag kaum genutzt werden. Hier gibt es einfachere Alternativen, auch im Sortiment von DREO.
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Mein Fazit zum Test
Der DREO TurboPoly 765S überzeugt vor allem durch seine starke Luftleistung, die großflächige 3D-Oszillation und den angenehm leisen Betrieb auf niedrigen Stufen. Gerade in größeren Räumen verteilt er die Luft deutlich flexibler als ein klassischer Standventilator. Auch die präzise Steuerung per App, MotionSync und die Einbindung über Matter bieten einen echten Mehrwert – vorausgesetzt, diese Funktionen werden tatsächlich genutzt.
starke und weitreichende Luftzirkulation
sehr leise auf niedrigen Stufen
flexible horizontale und vertikale Oszillation
umfangreiche App- und Smart-Home-Steuerung
als Stand- und Tischventilator nutzbar
hoher Preis von rund 200 Euro
deutlich hörbar auf hohen Stufen
App erfordert ein Benutzerkonto für vollen Funktionsumfang
Matter unterstützt nicht alle Funktionen
Für Smart-Home-Nutzer und größere Räume ist der TurboPoly 765S eine hochwertige und vielseitige Lösung. Wer lediglich einen einfachen Ventilator sucht, fährt mit einem günstigeren DREO Modell wirtschaftlicher.