X-Sense XS0B-MR121 im Test: Smarte Rauchmelder mit Ansage
X-Sense XS0B-MR121: Smarte Rauchmelder mit Sprachwarnung
Bei Rauchmeldern zählt im Ernstfall vor allem, dass eine Warnung schnell, zuverlässig und eindeutig ankommt. Gerade in einem mehrstöckigen Haus reicht es aber nicht unbedingt, wenn irgendwo im Keller ein einzelner Melder piept. Selbst wenn der Alarm oben zu hören ist, bleibt zunächst die Frage: Wo wurde eigentlich Rauch erkannt?
Genau dieses Problem soll das X-Sense XS0B-MR121 Set lösen. Es besteht aus zwölf miteinander vernetzten XS0B-MR Rauchmeldern und der SBS50-Basisstation. Sobald ein Gerät auslöst, werden auch die anderen Melder aktiv. Zusätzlich nennt eine Sprachansage den betroffenen Raum.

Über die X-Sense Home Security App kommen Push-Mitteilungen, Statusabfragen und weitere Komfortfunktionen hinzu. Wichtig dabei: Die eigentliche Funkvernetzung der Rauchmelder funktioniert unabhängig vom WLAN.
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Ausstattung: Zwölf Rauchmelder und eine smarte Zentrale
Die XS0B-MR wirken optisch angenehm unauffällig. Das weiße Gehäuse mit Wabenstruktur erinnerte mich ein wenig an einen kleinen Deckenlautsprecher und fügte sich sauber in die Räume ein. Im Inneren arbeitet ein photoelektrischer Rauchsensor. Energie liefert eine austauschbare CR123A-Lithiumbatterie. Der Melder selbst ist für eine Nutzungsdauer von rund zehn Jahren vorgesehen.





Bis zu 24 kompatible Link⁺ beziehungsweise Link⁺-Pro-Melder lassen sich direkt untereinander vernetzen. Die SBS50 wiederum kann insgesamt bis zu 50 X-Sense-Geräte verwalten.
Merkmal | X-Sense XS0B-MR / SBS50 |
|---|---|
Sensor | Photoelektrisch |
Batterie | CR123A, austauschbar |
Batterielaufzeit | ca. 3–5 Jahre mit Basisstation |
Alarm Rauchmelder | ≥ 85 dB in 3 m |
Alarm SBS50 | bis 100 dB |
Funkreichweite | bis 500 m im Freifeld |
Direkt vernetzbare Melder | bis 24 |
Geräte an SBS50 | bis 50 |
WLAN | 2,4 GHz |
App | X-Sense Home Security für Android/iOS |
Hersteller |

Einrichtung und Montage: Zwölf Melder ohne großes Drama
Zuerst nahm ich die SBS50-Basisstation in Betrieb. Sie benötigt ein 2,4-GHz-WLAN und wird dauerhaft über das beiliegende Netzteil mit Strom versorgt.

Das Hinzufügen der Rauchmelder funktionierte im Test problemlos. Nach zweimaligem Drücken der Taste wechselte der jeweilige Melder in den Pairing-Modus und ließ sich über die App hinzufügen. Jedem Gerät konnte ich anschließend einen Standort zuweisen.
Bei den gesprochenen Raumbezeichnungen ist die Auswahl allerdings vorgegeben. Für Standardräume reicht das vollkommen aus, für meinen Hobbyraum musste ich beispielsweise auf „Gemeinschaftsraum“ ausweichen.
Montiert werden die Melder mit einer Halteplatte und drei Schrauben. Bei zwölf Geräten summiert sich das natürlich: Für Einrichtung und Montage im gesamten Haus benötigte ich etwa drei Stunden.

Praxistest: Ein Melder schlägt an – alle wissen Bescheid
Im eigentlichen Alarmtest zeigte sich die größte Stärke des Systems. Sobald ich einen Rauchmelder auslöste, reagierten auch die übrigen Geräte. Zusätzlich zum Warnton ertönte eine Sprachmeldung mit dem Standort des auslösenden Melders. Damit war sofort klar, in welchem Bereich ich nachsehen musste.

Die Rauchmelder erreichen mindestens 85 dB in drei Metern Entfernung, die SBS50 kann bis zu 100 dB laut werden. Entsprechend eindringlich fiel der Alarm im Test aus. Trotzdem blieb die Raumansage verständlich. Für die Basisstation stehen zudem alternative Signaltöne und verschiedene Lautstärken zur Verfügung.

Auch über mehrere Stockwerke blieb die Verbindung stabil. Selbst zwischen der Basisstation im ersten Obergeschoss und Rauchmeldern im Keller, getrennt durch zwei Stahlbetondecken, hatte ich keine Verbindungsprobleme.
Besonders wichtig: Die Rauchmelder benötigen die SBS50 nicht für ihre lokale Vernetzung. Auch ohne Internetverbindung konnten sie sich gegenseitig alarmieren. Fällt die Basisstation aus, gehen also vor allem Push-Mitteilungen und Fernzugriff verloren – die eigentliche Rauchwarnung funktioniert weiter.
App und Smart Home: Praktischer Mehrwert mit Grenzen
Die X-Sense Home Security App zeigte mir den Zustand aller Geräte, Batteriestände und zurückliegende Ereignisse. Besonders angenehm fand ich die Möglichkeit, Melder über die App zu testen. Bei zwölf Geräten spart das einige Wege zur Leiter.
Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
Status- und Batteriekontrolle
Alarm- und Ereignisverlauf
Testfunktion
Nachtmodus für LEDs
Freigabe für weitere Nutzer
Push-Benachrichtigungen bei Alarmen



Für Smart-Home-Enthusiasten bleiben allerdings Einschränkungen. Eine direkte Integration in Matter oder Apple HomeKit gibt es nicht. Home Assistant lässt sich über MQTT beziehungsweise entsprechende Integrationen anbinden und ermöglicht dann beispielsweise Automationen mit Licht oder Rollläden.
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Batterie und Ausfallsicherheit: Ein wichtiger Unterschied
Die Rauchmelder selbst laufen mit austauschbaren CR123A-Batterien. In Verbindung mit der Basisstation nennt X-Sense eine Laufzeit von etwa drei bis fünf Jahren. Das ist kürzer als bei fest verbauten Zehn-Jahres-Batterien, dafür muss bei leerem Akku nicht gleich der komplette Rauchmelder ersetzt werden.
Weniger gut gefällt mir die Stromversorgung der SBS50. Sie besitzt keinen integrierten Notstromakku. Bei einem Stromausfall stehen daher App und Fernzugriff nicht mehr zur Verfügung. Die batteriebetriebenen Rauchmelder funktionieren und kommunizieren untereinander jedoch weiterhin.
Fazit: Besonders sinnvoll für größere Häuser
Das X-Sense XS0B-MR121 überzeugte mich vor allem durch die Kombination aus zuverlässiger Funkvernetzung und Sprachansage mit Raumangabe. Gerade bei zwölf über mehrere Stockwerke verteilten Rauchmeldern ist es ein großer Vorteil, sofort zu wissen, wo der Alarm ausgelöst wurde.


Die App ergänzt das System sinnvoll um Push-Benachrichtigungen und Statusinformationen, ohne dass die zentrale Sicherheitsfunktion davon abhängig wäre. Kritik gibt es für die fehlende Notstromversorgung der Basisstation, die begrenzte Smart-Home-Integration und die kürzere Batterielaufzeit.
Wer ein umfangreiches, vernetztes Rauchmeldersystem für ein Ein- oder Mehrfamilienhaus sucht, bekommt dennoch ein stimmiges Gesamtpaket. Mit rund 17 Euro pro Melder bleibt zudem auch der Preis attraktiv.
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zuverlässige Funkvernetzung
Sprachansage mit Raumangabe
Push-Benachrichtigungen und zentrale Übersicht
Alarm auch ohne WLAN und Internet
austauschbare Batterien
SBS50 ohne Notstromakku
3–5 Jahre Batterielaufzeit mit Basisstation
begrenzte Smart-Home-Integration
nur vorgegebene Raumansagen