20.000 Klicks nach 3 Monaten – Nach dem Bloggen kommt das Quacken

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vom 03.12.2019

Hallo Dr. Heinze. Ich freue mich, dass wir uns hier online treffen, um dieses Interview per Chat zu führen. Sie haben ProDuck zusammen mit Ihrem Kollegen Herr Zauner ins Leben gerufen. Was hat Sie dazu bewogen?

Es gab eine lange Zeit, da war ich genervt von Blog Artikeln. Schon alleine der Fakt, dass ich beim Öffnen des Blogbeitrages an der rechten Seite feststellen musste, dass der Scroll Button nur ein Micrometer hoch ist und der Beitrag folglich eher ein Buch ist, als ein zielgerichteter Beitrag mit hoher Informationsdichte, hat mir Sorgenfalten ins Gesicht getrieben. Oft belohnt Google das BlaBla mit einer guten Positionierung und beschäftigt damit die Leser unnötig. Außerdem weiß man beim eingesetzten „below-the-line“-Marketing der Blogger nicht, was wirklich gut ist und was nur, um die Auftraggeber zufrieden zu stimmen. Heute bin ich davon überzeugt, dass ein neues Format, die Interessen der Kunden noch besser abdeckt, da es schnell, mobil, leichter und flexibler ist, als es Blogartikel sind. Wir konnten die Effektivität schon jetzt nachweisen sehen auch keine gleichwertige Alternative am Markt.

Sie haben es schon angedeutet: Erzählen Sie uns doch mehr zu Ihrem Ansatz des Publizierens?

Wir haben ein kurzes Format gesucht, dass Nutzern direkt ihre Fragen beantwortet und der heutigen Kommunikation entspricht.

Q&As, also eine Frage, auf die eine Antwort folgt, schien uns gut geeignet, denn es entspricht der Denkweise des Nutzers beim Recherchieren. Fragen wie „Was sind die Vorteile des Gerätes?“, „Was die Alternativen?“, „Wo kann ich das Gerät kaufen? Was ist ein guter Preis?“ kennzeichnen typischerweise den Verlauf einer Produktrecherche. Das dieses Format eine große Rolle spielt, zeigen auch andere große Foren, wie Stack Overflow, wer-weiß-was, gutefrage.net etc.

Viele Fragen werden heute zudem nicht mehr in Foren, Blogs und Youtube Videos beantwortet, sondern von anderen Kunden direkt am Produkt, z.B. in Deal Apps, in Kundenservicechats, den „Kunden fragen Kunden“-Sektionen bei Amazon, Conrad und Co. oder direkt in den gängigen Messengern wie WhatsApp, Facebook Messenger und Telegram im Chat mit Freunden und Bekannten. Ein Chat-Format schien uns also bestens geeignet.

Der Erfolg von veröffentlichten Chats basiert analog zu Blog-Artikeln auf dem Prinzip des Content-Marketing. Die Vorteile des Content-Marketing im Allgemeinen und der Ansatz im Speziellen, können Sie hier genauer lesen https://produck.de/chat-to-website.html#turbo-blogging.

Woher nehmen Sie die Inhalte der Veröffentlichungen?

Da gibt es verschiedene Ansätze. Um die besten Kundenfragen zu erwischen, habe wir beispielsweise anfänglich einschlägige Produkte in unserem Spezialgebiet auf Seiten wie Amazon, Conrad und Co. nach aktuellen Kundenfragen durchsucht. Diejenigen, die uns ausbaufähig schienen, haben wir dann direkt genommen und nach bestem Gewissen und möglichst vollständig beantwortet.

Sie haben Smart Home als ersten Bereich gewählt. Wie kamen Sie dazu?

Wir persönlich haben uns letztlich für den Bereich Smart Home aufgrund verschiedener Kriterien entschieden:
  • Smart Home Geräte sind nicht gerade günstig,
  • Die Provisionen bei unserem größten Affiliate-Partner Amazon z.T. in den Bereich Haus und Garten, nicht Elektronik, was höhere Zahlungen zur Folge hat,
  • es ist aktuell ein Wachstumsmarkt,
  • die Geräte und ihre Verwendung sind sehr erklärungsbedürftig,
  • der Markt ist nicht sonderlich saisonal,
  • als Programmierer hatten wir hier bereits ein gutes Grundverständnis und einige Geräte im Einsatz.
Diese Kriterien empfehle ich auch anderen Bloggern als Kriterien für einen rentablen Beratungsbereich.

Eines der zentralen Probleme für Neueinsteiger beim Bloggen, ist die geringe Reichweite und der daraus resultierende Aufwand um einen Blog zu etablieren. Sie geben an mit ProDuck dieses Problem beseitigen zu können?

Wenn man als Blogger von ganz vorne startet, braucht man einiges an Zeit um die nötige Aufmerksamkeit im Onlinegeschäft zu erlangen. Es ist wie beim Anfahren mit einem Truck – die meiste Energie benötigt man für den Start. Wer also weniger Energie reinstecken möchte, aber dennoch Affiliate-Marketing mit Reichweite betreiben will, sollte sich auf einem passenden Portal einklinken, dass den Start bereits hinter sich hat. Das Publizieren auf ProDuck z.B. setzt auf einer ansatzweise erfolgreichen Plattform auf, v.a. im Bereich Smart Home. Hier zu publizieren, verbessert die Sichtbarkeit eines Beitrages und damit die Anfangseinnahmen signifikant. Das ist nun natürlich nur ein Bereich, aber durch das gemeinsame Publizieren vieler Personen auf einem Portal, wird dieser Effekt auch auf neue Themenfeldern übergreifen, sobald er von ausreichend Bloggern bedient wird.

Sie erwähnten gerade Affiliate-Marketing. Wie genau monetarisieren sich die veröffentlichten Chats?

Die Monetarisierung unserer Beiträge erfolgt über Affiliate Marketing. Wem Affiliate-Marketing noch kein Begriff ist, der findet hier eine gute Erklärung: https://www.affiliate-marketing-tipps.de/affiliate-marketing/was-ist-affiliate-marketing-wie-funktioniert-es/100115/. Wir selbst nutzen das Partnernetzwerk von Amazon, aufgrund des breiten Sortiments, der doch verhältnismäßig großzügigen Provisionen und der übermächtigen Position von Amazon im Onlinehandel, die wiederum die Conversion von Lesern zu Käufern positiv beeinflusst, da nahezu jeder einen Account hat. Selbstverständlich gibt es noch viele andere Affiliate-Programme, die in Frage kommen. Eine gute Auswahl an Affiliate-Partnern bietet zum Beispiel AWIN (Link: https://www.awin.com/de).

Passend zu den jeweiligen Fragen positionieren wir für Kunden hilfreiche Affiliate-Links in den Texten. Für eine höhere Conversion lohnt es sich die Links einmal am Anfang und einmal am Ende des jeweiligen Dialoges zu positionieren.

Welche Erfahrungen konnten Sie hinsichtlich der Themenwahl machen?

Nach dem wir über hundert Chats veröffentlicht hatten, zeichneten sich einige Muster ab. Was Menschen in Bezug auf Produkte am meisten suchen ist
  • der Vergleich von Produkte A mit B, z.B. altes Modell gegen neues Modell oder zwei neue Modelle konkurrierender Hersteller.
  • Unterschiede zwischen Produkt A im Vergleich zu B
  • Kompatibilität von A mit B, z.B. ist Sonos One kompatibel mit Alexa
  • Vor- und Nachteile von Produkt A
  • Einzelne technische Eigenschaften, z.B. wie hoch ist die Reichweite des WLANs, eignet sich der Roboter bei Tierhaaren etc.

Was hat es mit der Profilfunktion auf sich?

Um der Leserschaft ein menschliches Bild hinter dem gelesenen Text zu vermitteln, haben wir zusätzlich die Möglichkeit eingebaut, sich ein eigenes, öffentliches Profil auf unserer Plattform anzulegen. Das Profil kann mit eigenen Bildern und per HTML individualisiert werden und eignet sich neben der Selbstbeschreibung gut, um die eigenen Lieblingsprodukte zu präsentieren. Mein eigenes Profil findet man Beispielsweise hier: https://www.produck.de/profile.html?cid=53.

Warum sehen Sie das Chat-Format im Vorteil gegenüber einfacher Blogbeiträge?

Das Chat-Format ist einfach ein sehr effizientes Format. Wir beschränken uns beim Chatten auf das Wesentliche, denn zu viel schreiben ist mühsam. Schon in der Schule haben wir gelernt, dass es einfacher ist, Stichpunkte aus Büchern zu schreiben, um dann möglichst konzentriert das Wissen in seinem Hefter stehen zu haben. Bei Blogartikeln zeigt sich oft der gegenteilige Effekt – Man versucht einen umfassenden Artikel zu schreiben, der gut rankt. Blogartikel sind also eher das Buch, Chats die Stichpunkte. Ich sehe es also als ökonomische, zeiteffiziente und zusammenfassende Art des Publizierens. Genauer gesagt, sind Chats effizient, weil sie
  • eine unkomplizierte, authentische Kommunikation darstellen,
  • formal weniger anspruchsvoll sind (man kommuniziert in Umgangssprache),
  • auf das Wesentliche beschränkt sind und
  • die Antworten beziehen sich häufig auf kleinere Detailfragen.

Das Ganze habt ihr auch selbst in Anwendung. Wie seid ihr dabei vorgegangen?

Während der Entwicklung der Plattform, haben wir nebenbei bereits ein paar Fragen über unsere Smart Home Seite beantwortet. So kamen wir nach über 1 Jahr bereits auf 120 Chats, bei denen die meisten ca. 200 bis 500 Wörter lang sind. Ein paar wenige auch 700-800 Wörter lang. Durch das System von ProDuck werden die Fragen suchmaschinenoptimiert, sodass Google eine leichte Einordnung der Beiträge vornehmen kann und diese passenden Nutzern anzeigt.

Die Dialoge haben wir dann teils selbst, teils in echter Kommunikation mit Kunden erstellt und publiziert.

Wer mehr darüber erfahren will, wie man publiziert, findet spezielle Anleitungen hier: https://www.produck.de/docu/expert.html#publish-quacks

Seit Oktober sind zudem noch 13 weitere Artikel hinzugekommen, sodass letztlich 133 Chats publiziert wurden.

Neuerdings fertigen wir auch Übersetzungen der Dialoge an, um so eine größere Reichweite zu generieren.

Was sind die Ergebnisse?

Die Ergebnisse sind in der Tat hervorragend. Wir haben nun nach 3 Monaten über 20000 Klicks generiert. Im November, unserem 3. Monat, kamen bereits knapp 10.000 Klicks aus organischen Suchanfragen über Google mit denen wir 400 Euro Einnahmen über Affiliate-Marketing generieren konnten. Tendenz steigend. Das zeigt, Affiliate Marketing kann bei uns schon mit moderatem Aufwand zu substantiellen Einnahmen führen. Als Student hätte ich damit schon gut meine Miete in München bezahlen können. Folgende Links zeigt die Entwicklung der organischen Suchanfragen via Google der letzten drei Monate.
  • Clicks und Impressions:

    Entwicklung der organischen Suchanfragen auf Google - Clicks und Impressions

  • CTR und Position:

    Entwicklung der organischen Suchanfragen auf Google - CTR und durchschnittliche Position

Was würden Sie sich für die Zukunft wünschen?

Die Plattform an sich befindet sich im ständigen Ausbau. Sie richtet sich an Blogger und Texter, die ein leichtes Format suchen oder keine eigene Plattform zur Verfügung haben. Das Credo, man muss mindestens eine Website erstellen, um Blogger zu sein, ist heute veraltet. Wir würden uns freuen, wenn weitere Blogger das neue Format für sich entdecken und die Plattform nutzen. Allerdings sind nicht nur Blogger gefragt. Sie sehen selbst wie schnell man ein Interview erstellt, das ortsunabhängig geführt werden kann. Ein Test schadet also nie. Gerade wenn man im Leben einmal ganz vorne dabei sein will, mal einer der Ersten sein will, der sich in einem neuen Medium etabliert. Die Chance ist groß und ich bin zuversichtlich, dass das Format vielen einen Mehrwert bieten wird. Natürlich schätzen wir auch jedes Feedback und freuen über Zuschriften.

Eine letzte Frage – Wo kommt der Name ProDuck her?

Das ist eigentlich ziemlich einfach beantwortet – ProDuck in Kombination mit .de klingt dem Wort ProDukte sehr ähnlich. Genau das wollten wir – eine Plattform, auf der Fragen zu ProDukten beantwortet werden. Daher der Name. Inzwischen haben wir viele Begriffe an unsere Marke angepasst. Bei uns veröffentlicht man keine Chats – man veröffentlicht Quacks. Es gibt keine Quality sondern Quackity und manch einer mag sich denken „What the Duck“, aber wir lieben diesen Markennamen.

Dann bedanke ich mich für das Interview und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg beim Aufbau von ProDuck.

*Bitte beachten Sie, dass Links in diesem Chat Links zu Werbepartnern sein können

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